Griechenland und Südkorea kommen sich näher

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Unsere Fotos (© Eurokinissi und Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti) zeigen Ministerpräsident Alexis Tsipras gemeinsam mit seinem Gast aus Korea. Unsere Fotos (© Eurokinissi und Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti) zeigen Ministerpräsident Alexis Tsipras gemeinsam mit seinem Gast aus Korea.

Griechenland und Südkorea bauen ihre bilateralen Beziehungen im Bereich Handel, E-Gouvernement und Schiffsbau aus. Das wurde am Montag während eines offiziellen Besuches des koreanischen Ministerpräsidenten Lee Nak-yon beschlossen. Anlass für dessen Anwesenheit in Griechenland war die Übernahme der Olympischen Flamme für die Winterspiele im Februar 2018 in Korea. Die Zeremonie fand am Dienstag im antiken Olympia statt.


Zuvor wurde in Athen ein Kooperationsvertrag für den Bereich E-Gouvernement unterzeichnet. Die griechische Seite verspricht sich vom technischen Know-how der Koreaner positive Effekte bei der Reformierung der Verwaltung. Auch der griechische Export soll gestärkt werden. Seoul hat vor allem Interesse an Feta-Käse, Olivenöl, Wein und Oliven bekundet. Weitere Investitionen betreffen High-Tech, Infrastruktur und den Energiesektor. Korea will außerdem Zubehör für Schiffsbautechnik aus Hellas erwerben. Lee Nak-yon hat während seines Besuches erklärt, dass griechische Reeder seit den 70er Jahren viele Schiffe von koreanischen Werften erworben haben: Mehr als ein Fünftel der Gesamtverkäufe. Damit hätten sie die Wirtschaft seines Landes gestärkt. Nun hätten Unternehmen aus Korea vermehrt Interesse bekundet, künftig in Hellas zu investieren. Am Montag hat in Athen ein Unternehmer-Forum stattgefunden, an dem sich auch große Firmen aus Korea beteiligt haben.
Lee Nak-yon bedankte sich nicht zuletzt für die Unterstützung im Jahre 1950. Er erinnerte daran, dass Athen damals rund 10.000 Soldaten geschickt hatte, „die für die Freiheit und die Demokratie in meinem Land gekämpft haben“, so der koreanische Premier.
Sowohl Alexis Tsipras als auch der griechische Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos brachte ihrerseits ihre Besorgnis über die Handlungen Nordkoreas zum Ausdruck, vor allem was Atomtests angeht. Beide setzten sich für „Weltfrieden und Sicherheit“ ein. Pavlopoulos sagte u. a., dass die Beschlüsse des UNO-Sicherheitsrates unbedingt eingehalten werden müssten. (Griechenland Zeitung / eh)

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