Fortschritte bei der Lösung der Namensfrage der FYROM?

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 Unser Archivfoto zeigt den griechischen Außenminister Nikos Kotzias (l.) mit dem Ministerpräsidenten der FYROM Zoran Zaev. Unser Archivfoto zeigt den griechischen Außenminister Nikos Kotzias (l.) mit dem Ministerpräsidenten der FYROM Zoran Zaev.

Die Entwicklungen bezüglich einer Lösung der Namensfrage der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (UNO-Kurzbezeichnung: FYROM) scheinen in eine positive Richtung zu weisen. Am Wochenende hat der Ministerpräsident aus Skopje Zoran Zaev ein Interview gegenüber dem griechischen Fernsehsender Alpha gegeben.

In diesem hat er sich bereit erklärt, eine endgültige und bilateral akzeptable Lösung zur Beilegung des Namensstreits zwischen den beiden Nachbarländern zu finden. Er zeigte sich sogar bereit, den internationalen Flughafen seines Landes, der den Namen „Alexander der Große“ trägt, umzubenennen. Er stellte allerdings auch fest, dass sowohl die Bürger des jeweiligen Landes als auch die Opposition mit der jeweiligen Lösung einverstanden sein müssten. Zaev, der sich zu Weihnachten mit dem Bürgermeister der nordgriechischen Metropole Thessaloniki Jannis Boutaris getroffen hat, will außer mit Ministerpräsident Alexis Tsipras (SYRIZA) demnächst Unterredungen mit dessen Koalitionspartner Panos Kammenos (ANEL) sowie mit Oppositionschef Kyriakos Mitsotakis von der konservativen Nea Dimokratia (ND) führen.
Am Dienstag wird der Vizepräsident der FYROM Bujar Osmani in Athen erwartet, wo er sich mit dem griechischen Außenminister Nikos Kotzias beraten will.
Am 19. Januar wird der UNO-Sonderbeauftragte zur Lösung der Namensfrage Matthew Nimetz erstmals drei Namen vorschlagen. Bisherigen Informationen zufolge lauten diese: Nord-Mazedonien, Ober-Mazedonien oder Nova-Macedonia (Neu-Mazedonien). An den Gesprächen werden sich jeweils zwei Beauftragte Griechenlands und der FYROM beteiligen - und nicht nur einer, wie es bisher der Fall gewesen ist. (Griechenland Zeitung / eh)

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