Appell zum Nationalfeiertag an die Adresse Ankaras Tagesthema

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Unsere Fotos (© Eurokinissi) entstand während der Militärparade in Athen. Abgenommen wurde sie von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos. Unsere Fotos (© Eurokinissi) entstand während der Militärparade in Athen. Abgenommen wurde sie von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos.

Am Sonntag wurde der griechische Nationalfeiertag gefeiert. Er symbolisiert den Beginn des Freiheitskampfes gegen die Fremdherrschaft der Osmanen am 25. März 1821. Aus diesem Anlass fanden im ganzen Land Schüler- und Militärparaden statt. Gleichzeitig meldete sich die politische Führungselite zu Wort.



Am Sonntag hat Griechenland seinen Nationalfeiertag gefeiert: Am 25. März 1821 begann der Freiheitskampf der Griechen gegen die osmanische Fremdherrschaft. Landesweit haben Schüler- und Militärparaden stattgefunden. Die große Parade fand in der Hauptstadt Athen statt. Aufmarschiert waren Verbände der Armee, der Feuerwehr und der Polizei, auch Kriegsveteranen nahmen daran teil. Vorgeführt wurden Panzer und anderes Militärgerät, in der Luft wurden sie von Kampflugzeugen und Hubschraubern begleitet, deren Piloten ihr Können zur Schau stellten.

„Bereit, unsere Grenzen schützen“
Abgenommen wurde die Parade von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos; ebenfalls anwesend waren Parlamentspräsident Nikos Voutsis, Verteidigungsminister Panos Kammenos sowie Mitglieder der Oppositionsparteien. In einer Ansprache stellte Pavlopoulos fest: „Wir sind ein Volk des Friedens, der Freundschaft und der Demokratie.“ An die Adresse der Türkei gewandt stellte er aber auch klar: „Wir sind bereit unsere Grenzen zu schützen.“ Das Staatsoberhaupt erinnerte daran, dass die griechische Grenze gleichzeitig auch eine EU-Grenze sei. Die griechisch-türkischen Beziehungen sind in den letzten Wochen von mehreren Zwischenfällen überschattet worden. Wiederholt wurden der griechische Luftraum und die Hoheitsgewässer verletzt. Außerdem werden in einem Hochsicherheitsgefängnis seit fast einem Monat zwei griechische Soldaten festgehalten, denen in der Türkei der Prozess gemacht werden soll.

„Respekt vor den Hoheitsrechten“
Ministerpräsident Alexis Tsipras hat den griechischen Nationalfeiertag auf der kleinen Insel Psara, westlich von Chios, in der Ägäis gefeiert. Er konstatierte u. a.: „Die nächste Seite unserer Geschichte gehört einem Griechenland, das aus den Wunden der Finanz- und Wirtschaftskrise befreit ist.“ Außerdem rief das Regierungsoberhaupt Ankara dazu auf, die „illegalen Aktivitäten in der Ägäis zu beenden“ und gleichzeitig die Hoheitsrechte Griechenlands und Zyperns zu respektieren sowie die „Regeln des internationalen Rechts“ einzuhalten.
Was die beiden in der Türkei inhaftierten griechischen Soldaten betrifft, so erklärte Tsipras, man unternehme „alles, was notwendig ist“, damit diese wieder in die Heimat zurückkehren könnten.
Auch der Vorsitzende der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) ging in seiner Rede auf das Schicksal der beiden in türkischer Haft sitzenden griechischen Soldaten ein. Symbolträchtig hielt er sich zum Nationalfeiertag im Grenzort Orestiada am Evros in Nordgriechenland auf. Von dort stammt der eine der beiden festgenommenen Militärs. Mitsotakis gab zu verstehen, dass man alles unternehmen werde, damit die beiden „so schnell wie möglich in die Heimat zurückkehren“.
Die Vorsitzende der sozialistischen PASOK Fofi Gennimata, die gleichzeitig Vorsitzende der jüngst gegründeten „Bewegung der Veränderung“ ist, fasste zusammen: „Unsere nationalen Rechte sind nicht verhandelbar.“ Der Nationalfeiertag am 25. März sei „ein Tag der nationalen Erinnerung und des Stolzes“.
Eine unmissverständliche Botschaft sandte auch Verteidigungsminister Panos Kammenos. Er ist gleichzeitig Vorsitzender der rechtspopulistischen Partei „Unabhängige Griechen“, dem Juniorpartner in der Regierungskoalition. Kammenos sagte, dass die griechischen Streitkräfte bereit seien, „Provokationen“, die gegen die nationale Souveränität und territoriale Integrität Griechenlands gerichtet sind, abzuwehren. Gleichzeitig stellte er fest: „Wir sind ein Volk, das den Frieden liebt und wir tun alles für den Frieden.“ Wer es jedoch wagen sollte, „unsere nationale Souveränität in Frage zu stellen, den werden wir zerschmettern.“ (Griechenland Zeitung / eh)

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