Anarchisten protestieren mit Flugblättern gegen Wiens Flüchtlingspolitik Tagesthema

Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand nach einem früheren Anschlag auf das Haus von Alekos Flambouraris im Athener Stadtteil Exarchia Ende Juli 2017. Auch damals wurden Molotov-Cocktails geworfen. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand nach einem früheren Anschlag auf das Haus von Alekos Flambouraris im Athener Stadtteil Exarchia Ende Juli 2017. Auch damals wurden Molotov-Cocktails geworfen.

Am Sonntagnachmittag hat eine Gruppe von etwa zehn Mitgliedern der anarchistischen Gruppierung Ruvikonas Flugblätter vor die Residenz der österreichischen Botschafterin in Griechenland, Andrea Ikić-Böhm, geworfen. Die Residenz befindet sich im Athener Vorort Neo Psychiko. Die Anarchisten konnten auf Mopeds und Motorrädern entkommen.


Die Aktion richtete sich gegen die Flüchtlingspolitik der österreichischen Regierung. In einer Mitteilung konstatiert Ruvikonas, dass der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz dazu aufgerufen habe, die Versuche zu stoppen, Flüchtlinge in EU-Ländern unterzubringen. Er habe zu strengen Kontrollen an den EU-Grenzen auch mit militärischen Mitteln aufgerufen. Den Mitgliedern von Ruvikonas zufolge würde dies zu mehr Todesopfern im Mittelmeer führen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat zudem gegen 4.30 Uhr eine Gruppe vermummter Personen Molotow-Cocktails auf das Haus des Staatsministers für Regierungskoordination Alekos Flambouraris im Athener Stadtteil Exarchia geworfen. Es entstanden Sachschäden an Pkw, die in der Nähe geparkt waren. Die Täter konnten entkommen. Das Haus von Flambouraris ist bereits in der Vergangenheit von Anarchisten attackiert worden. (Griechenland Zeitung / eh)


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