Parlamentspräsident nach dem Besuch der inhaftierten Soldaten: „lächerliche Vorwürfe“

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Parlamentspräsident nach dem Besuch der inhaftierten Soldaten: „lächerliche Vorwürfe“

Parlamentspräsident Nikos Voutsis hat am Mittwoch zwei in der Türkei in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftierte griechische Soldaten besucht. Anschließend stellte er gegenüber der Presse fest, dass die beiden ihre Moral hochhalten würden. Ihnen sei bewusst, dass es sich um eine politische Gefangenschaft handle, so Voutsis. Er betonte, dass ihnen die gesamte griechische Bevölkerung, das Parlament und der Staat zur Seite stünden. Zudem würden die wichtigsten Schritte unternommen, damit die beiden so schnell wie möglich freigelassen und wieder in ihre Heimat zurückkehren könnten.


Der griechische Spitzenpolitiker stellte außerdem fest, dass die beiden unter guten Bedingungen inhaftiert seien. Sie seien zusammen, hätten Bücher zum Lesen und könnten sportlichen Aktivitäten nachgehen. An einem Laptop bzw. PC fehle es allerdings; das sei besonders schade, weil einer der beiden Soldaten gerade ein Aufbaustudium absolviere. In dem Hochsicherheitsgefängnis in der Grenzstadt Edirne (Griechisch: Andrianoupolis), wo die beiden festgehalten werden, seien weder Computer noch Mobiltelefone gestattet.  
Voutsis wiederholte die Auffassung, dass in den letzten Jahrzehnten mehrfach griechische Soldaten versehentlich die Grenze überschritten hätten. Umgekehrt hätten auch türkische Soldaten ohne Erlaubnis griechisches Territorium betreten. Derartige Fälle seien aber „sogar in noch schwierigeren Zeiten“ stets gelöst worden. Die Inhaftierung der griechischen Soldaten sei „grundlos“. Eine Unterstellung von etwaiger „Spionagetätigkeit“ wies der griechische Politiker kategorisch zurück. „Einen Grenzübertritt von 200 Metern zwischen zwei Länder der NATO“ mit einem derartigen Thema in Verbindung zu bringen, das entbehre „im Jahre 2018 jeglicher Grundlage“ und sei geradezu „lächerlich“. (Griechenland Zeitung / eh; Foto © Eurokinissi)

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