Für einen stärkeren Balkan: Vierländertreffen in Thessaloniki Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während des Vierländertreffens Griechenland-Bulgarien-Serbien-Rumänien am 9. Dezember 2017. 2.v.l.: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während des Vierländertreffens Griechenland-Bulgarien-Serbien-Rumänien am 9. Dezember 2017. 2.v.l.: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras.

Die Balkanstaaten wollen ihre Position in Europa verbessern. Dazu nötigt ist eine gute Kooperation zwischen den einzelnen Ländern. Um diesen Ziel näher zu kommen, findet am Mittwoch in der nordgriechischen Metropole Thessaloniki zum vierten Mal ein Vierländertreffen zwischen Griechenland, Serbien, Bulgarien und Rumänien statt.


Zu Gast sein werden in der Stadt am Thermaischen Golf der Ministerpräsident Griechenlands Alexis Tsipras, seine Amtskollegen aus Bulgarien Bojko Borissow und Rumänien Viorica Dancila sowie der Präsident Serbiens Aleksandar Vucic. Das Treffen der vier Spitzenpolitiker beginnt gegen 18 Uhr.
Es geht vor allem um die aktuellen Entwicklungen in der Region des Westbalkans. Nach der Vereinbarung über eine Lösung der Namensfrage der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (UNO-Kurzbezeichnung: FYROM) in „Republik Nord-Mazedonien“, die Mitte Juni erzielt wurde, sollen Beitrittsverfahren der EU mit Skopje bereits im kommenden Jahr beginnen. Auch Albanien steht ab 2019 auf der Kandidatenliste. Zudem wollen die vier Regierungs- und Staatschefs über Sicherheitsfragen sowie die Flüchtlingskrise beraten.
Nicht zuletzt wollen sie sich auf das Gipfeltreffen „16+1“ vorbereiten, das am 7. Juli in Sofia stattfinden soll. Daran beteiligen werden sich China, sowie Länder aus Osteuropa und des Balkans.  
Zur gleichen Zeit werden am heutigen Mittwoch die Transport- und Infrastrukturminister Griechenlands, Serbiens, Bulgariens und Rumäniens im separaten Kreis beraten. Auf dem Gesprächstisch liegt hier u. a. der Bau von Pipelines. Zudem geht es um die Konstruktion einer Eisenbahnlinie, die Thessaloniki mit Warna in Bulgarien verbinden soll.
Zum Zeitpunkt des Treffens der Delegationen aus dem Balkan werden in Thessaloniki zwei separate Protestkundgebungen durchgeführt. In beiden wird gegen die Nutzung des Begriffs „Mazedonien“ bei der künftigen Namensgebung der FYROM demonstriert. (Griechenland Zeitung / eh)


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