Neue Umfrage: Griechen sind gegen „Republik Nord-Mazedonien“ Tagesthema

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Neue Umfrage: Griechen sind gegen „Republik Nord-Mazedonien“

Die Meinungsumfragen in Griechenland zeigen seit Monaten unverändert ähnliche Ergebnisse: Die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) hat einen großen Vorsprung vor der Regierungspartei SYRIZA. Die Forderung nach vorverlegten Wahlen wird lauter.


Eine aktuelle Erhebung des renommierten Meinungsforschungsinstituts MRB gibt der ND (31 %) einen Vorsprung von 9,8 Prozentpunkten vor SYRIZA (21,2 %). Es folgen die Bewegung der Veränderung (8,9 %), die faschistische Chryssi Avgi (7,1 %) und die kommunistische KKE (5,8 %). Die Zentrumsunion (2,9 %) und der kleinere Regierungspartner ANEL (1,8 %) würden der MRB-Umfrage zufolge den Sprung ins Parlament wegen der Drei-Prozent-Hürde verfehlen. Einer anderen kleineren Partei ihre Stimme geben wollen 3,4 % der Befragten. Sieben von Hundert (7,2 %) haben geantwortet, dass sie noch nicht entschieden haben, welche Partei sie im Falle von Parlamentswahlen wählen wollen, oder dass sie auf diese Frage nicht antworten wollen. Knapp Neun von Hundert (8,6 %) wollen sich entweder der Stimme enthalten oder einen ungültigen Stimmzettel in die Wahlurnen werfen.  
Als geeignetster Ministerpräsident gilt ND-Chef Kyriakos Mitsotakis (32,6 %). Für das amtierende Regierungsoberhaupt Alexis Tsipras haben 22,8 % der Befragten votiert. Eindeutiger „Gewinner“ ist jedoch „keiner von beiden“ mit 40,1 %.

Fragen des Zeitgeschehens
Was die Durchführung eines vorverlegten Urnengangs angeht, so sind die Bürger mehr oder weniger gespalten. Fast die Hälfte (48 %) setzen sich für Neuwahlen ein; 43,4 % stellen sich gegen ein solches Szenario. Mehr als die Hälfte (53,6 %) denken allerdings, dass es Wahlen erst am Ende der Legislaturperiode der amtierenden Regierung geben wird, also im September 2019. Lediglich 36,6 % glauben, dass es zu vorverlegten Parlamentswahlen kommen wird.
Gefragt wurde auch nach einer Vereinbarung, die Athen und Skopje Mitte Juni unterzeichnet haben. Demnach soll das nördliche Nachbarland künftig den Namen „Republik Nord-Mazedonien“ tragen. Mehr als zwei Drittel (68,3 %) empfinden diese Vereinbarung als negativ. Lediglich 12,8 % stehen dem positiv gegenüber und 12,9 % empfinden weder das eine noch das andere.  
Die Erhebung bezog sich zudem auch auf die geplante Beendigung des Reform- und Sparprogramms (Memorandum) ab dem 21. August. Jeder zweite Bürger (49,9 %) vertritt die Ansicht, dass es auch nach August ein weiteres Memorandum geben wird; 34,6 % der Befragten denken das nicht.
Befragt wurden im Zeitraum zwischen dem 22. und dem 29. Juni 2.000 Bürger, die in Griechenland wahlberechtigt sind. (Griechenland Zeitung / eh; Archivfoto: © Eurokinissi)

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