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Regierung lässt illegale Bauwerke an Stränden und in Wäldern abreißen Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Badeort Mati eine Woche nach dem verheerenden Waldbrand. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Badeort Mati eine Woche nach dem verheerenden Waldbrand.

Griechenland macht ernst: illegale Bauten an Stränden und in Wäldern sollen abgerissen werden. Die ersten 100 sollen bereits am kommenden Montag (6.8.) von Bulldozern planiert werden. Das hat am Mittwoch Umweltminister Jorgos Stathakis angekündigt.


Es handelt sich überwiegend um verlassene Gebäude in wiederaufforstbaren bzw. von Waldbränden heimgesuchten Regionen sowie solche, die in Flussbetten von Winterflüssen gebaut worden sind. Betroffen sind auch Mauern und Gebäude, die bis zu 500 Meter von Stränden entfernt stehen und die nicht offiziell genehmigt wurden. Eine entsprechende Gesetzesänderung wurde am Mittwoch im Parlament verabschiedet. Diese sieht vor, dass die dafür zuständigen Behörden bei Gebäuden, die in geschützten Regionen stehen – und die einem hohen Risiko von Naturkatastrophen ausgesetzt sind und außerdem ohne Baugenehmigung errichtet wurden – sofort eingreifen dürfen.
Stathakis stellte am Mittwoch während einer Pressekonferenz fest, dass nicht alle Regionen und auch nicht alle Häuser, die über keine Baugenehmigung verfügen, von dieser Maßnahme betroffen seien.
Unwiderruflich beschlossen ist jedoch bereits der Abriss von 2.500 Immobilien in Waldregionen und weiteren 700, die direkt an Stränden stehen.
Hintergrund für diese plötzliche Entscheidung ist ein verheerender Waldbrand, der sich am Montag voriger Woche (23.7.) in Ostattika ereignete. In den Flammen haben etwa 90 Menschen ihr Leben verloren; die konkrete Anzahl der Todesopfer steht noch immer nicht fest. Das liegt u. a. daran, dass viele der Leichen bis zur totalen Unkenntlichkeit verkohlt wurden, so dass nur DNA Tests eine Identifizierung ermöglichen.
Als eine der Ursachen für die vielen Todesopfer wird auch die chaotische Städteplanung des Badeortes Mati genannt, wo es die meisten Todesopfer gab. U. a. gab es hier viele enge Gassen und Sackgassen, die für die Menschen zur tödlichen Falle wurden. Viele der Häuser sind in Waldgebieten errichtet worden. Allein 27 Menschen – darunter auch viele Kinder – haben ihr Leben auf einem einzigen Grundstück verloren. Durch eine Mauer war ihnen hier der Weg zum rettenden Meer versperrt worden.
Der stellvertretende Umweltminister Manolis Famellos hatte während der Pressekonferenz am Mittwoch festgestellt, dass diese Mauer illegal gebaut worden sei; das gleiche gelte für das daran angrenzende Haus. Bei diesem Grundstück handle es sich um eine illegal besetzte öffentliche Waldfläche, so Famellos.
Unterdessen warf das für Umwelt- und Energiefragen verantwortliche Mitglied der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia Kostas Skrekas der Regierung vor, in den vergangenen dreieinhalb Jahren den Abriss mehrerer illegaler Bauten verhindert zu haben. (Griechenland Zeitung / eh)


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