Tsipras auf Syros – Wiederaufnahme der Arbeit der Neorio-Werft Tagesthema

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Die Fotos (© Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti) zeigen Ministerpräsident Alexis Tsipras auf der Insel Syros. Die Fotos (© Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti) zeigen Ministerpräsident Alexis Tsipras auf der Insel Syros.

Ministerpräsident Alexis Tsipras hat am Freitagvormittag die Insel Syros auf den Kykladen besucht. In der Hauptstadt Ermoupolis hat er sich u. a. mit Bürgermeister Jorgos Marangos getroffen. Anschließend hat er die bisherige Neorio-Werft besucht.


Das insolvente Unternehmen hat einen neuen Investor gefunden. Es ist an die Onex-Gruppe von Panagiotis Xenokostas übergegangen. Dieser hat sich dazu verpflichtet, alle bestehenden Schulden gegenüber den Angestellten der Werft abzuzahlen; die Rede ist von 10 Millionen Euro. Ausstände gegenüber dem griechischen Staat in Höhe von 5,7 Millionen Euro werden in 280 zinslose monatliche Raten getilgt. Schulden gegenüber staatlichen Unternehmen (DEKO) werden um 85,67 % gekürzt: Der Rest wird in 24 Monatsraten abbezahlt. Wesentliche Lieferanten bekommen zu 100 % ihr Geld zurück; die übrigen erhalten lediglich 14,33 %.
Im Gegenzug gehen alle Immobilien, Werkzeuge, Maschinen und die sonstige Ausrüstung sowie Betriebsgenehmigungen an die „Onex Syros-Werft“ über.
Investor Xenokostas hat sich vorgenommen, auf der Insel Ölförderplattformen bzw. Bohrplattformen sowie große und luxuriöse Yachten „Mega Yachts“ zu bauen und zu überhohlen. Vorgesehen ist auch die Umrüstung von Schiffen auf „Grüne Technologie (LNG)“. Auch Seeplattformen der NATO sollen hier überholt werden.  
Während seiner Rede vor den Angestellten der „Onex Syros-Werft“ hat Ministerpräsident Tsipras am Freitag die Stärkung der Arbeitsrechte in den Mittelpunkt gerückt. Er stellte fest: „Die Zukunft kann aufgebaut werden, wir werden sie gemeinsam aufbauen.“ Der Premier hob hervor, dass in der neuen Werft künftig bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen könnten; bisher sind hier 300 Personen beschäftigt gewesen. Dadurch werde auch die lokale Wirtschaft stimuliert, so das Regierungsoberhaupt. Ziel des Kabinetts Tsipras ist es, nach dem offiziellen Abschied des Landes von den Spar- und Reformprogrammen (Memoranden), der am Montag dieser Woche erfolgte, zu zeigen, dass Griechenland „wieder zur Normalität zurückkehrt“.
In etwa einen Jahr endet die Legislaturperiode der amtierenden Regierung unter dem Linkspolitiker Tsipras (SYRIZA). Bis dahin, so schätzen Beobachter ein, könnte es einen langen und intensiven Wahlkampf geben. Aussichtsreichster Mitbewerber für die Regierung des Landes ist die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia. (Griechenland Zeitung / eh)

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