Wichtige Unterredungen auf Kreta und in Washington Tagesthema

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Unsere Fotos (© Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti) sind am Mittwoch (10.10) in Elounda auf Kreta entstanden. Unsere Fotos (© Pressebüro des Ministerpräsidenten / Andrea Bonetti) sind am Mittwoch (10.10) in Elounda auf Kreta entstanden.

Auf der Insel Kreta findet am Mittwoch (10.10.) ein Dreiländertreffen zwischen Griechenland, Zypern und Ägypten statt: Das sechste dieser Art in Folge. Parallel dazu weilt Verteidigungsminister Kammenos zu einem offiziellen Besuch in den USA. In beiden Fällen dominieren Energiefragen und die Sicherheit im östlichen Mittelmeer die Gespräche.

In Elounda im Nordosten der Insel Kreta hat sich heute hochrangiger Besuch zusammengefunden: Hier findet das 6. Dreiländergipfeltreffen zwischen Griechenland, Zypern und Ägypten statt. Anwesend sind die Staats- bzw. Regierungsoberhäupter dieser Länder: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras; Zypernpräsident Nikos Anastasiadis sowie der Präsident Ägyptens Abd al-Fattah as-Sisi. Begleitet werden Spitzenpolitiker von zahlreichen Ministerien, die u. a. Kooperationen in den Bereichen Bildung, Energie, Digitalpolitik und Umweltschutz erörtern werden.

Wichtige Kooperationen
Bei einem bilateralen Treffen werden sich Tsipras und Anastasiadis vor allem über Bohrungen nach Erdgas- bzw. Erdöl in zyprischen Hoheitsgewässern sowie über die Lösung der Zypernfrage austauschen. Bei einem weiteren Treffen mit as-Sisi will Tsipras vor allem griechische Exporte und Investitionen in Ägypten besprechen. Auf dem Gesprächstisch kommen soll auch die Abgrenzung der ausschließlichen Wirtschaftszone im Mittelmeer zwischen den beiden Ländern.
Weitere Gesprächsthemen im Rahmen des Dreiländertreffens sein werden die Stabilität im östlichen Mittelmeer sowie die Beziehungen zwischen der EU und Ägypten.

Zusammenarbeit mit den USA
Unterdessen befindet sich Griechenlands Außenminister Panos Kammenos zu einem offiziellen Besuch in den USA. Hier will er Abkommen, die den Verteidigungssektor betreffen, unterzeichnen und eine neue Energiepolitik im östlichen Mittemeer vorstellen. Diese solle zu mehr Sicherheit in der Region führen, sagte Kammenos. Das nächste Dreiländertreffen zwischen Griechenland, Zypern und Israel werde von den USA unterstützt, stellte der Gast aus Athen weiterhin fest. In Washington standen vor allem auch Unterredungen mit dem US-Verteidigungsminister James Mattis auf dem Programm. Kammenos stellte in diesem Rahmen fest, dass Griechenland die Rolle des Stabilitätszentrums im östlichen Mittelmeerraum übernommen habe. Südlich reiche dies in Richtung Zypern, Israel, Ägypten bis hin zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Libanon. Im Norden seien Albanien, Bulgarien, Serbien und die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien betroffen.
US-Minister Matis hob hingegen die Bedeutung der US-Marinebasis von Souda auf Kreta hervor.
Außerdem hat sich Kammenos mit dem Staatssekretär im US-Außenministerium Wess Mitchell getroffen, der für Europa- und Euroasiatische Fragen verantwortlich ist.

Elisa Hübel

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Ministerpräsident Alexis Tsipras (l.) und Zypernpräsident Nikos Anastasiadis.

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Ministerpräsident Alexis Tsipras (l.) der Präsident Ägyptens Abd al-Fattah as-Sisi.

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