Generalstreik am Mittwoch in Griechenland: Protest gegen Haushaltsplan Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) ist im März 2014 während einer Demonstration von Lehrern vor dem Parlament in Athen entstanden. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) ist im März 2014 während einer Demonstration von Lehrern vor dem Parlament in Athen entstanden.

Das öffentliche Leben in Griechenland wird am Mittwoch (28.11.) wegen eines Generalstreiks stark eingeschränkt sein. Für 24 Stunden verkehren weder Züge noch Schiffe. In Athen bleiben die Waggons der Athener U-Bahn (Attiko Metro), der Elektrobahn (ISAP) sowie der Straßenbahn (Tram) in den Depots. Davon betroffen ist auch die Vorortbahn „Proastiakos“ die Athen mit dem Internationalen Flughafen „Eleftherios Venizelos“ verbindet. Busse und O-Busse in Athen sind nur begrenzt zwischen 9 und 21 Uhr im Einsatz. 

Zum Streik aufgerufen hat die Dachgewerkschaft der Angestellten in der Privatwirtschaft (GSEE), angeschlossen haben sich zahlreiche weitere Gewerkschaftsverbände, darunter der öffentliche Dienst (ADEDY). Anlass ist die geplante Abstimmung über den Haushaltsplan im Parlament. Gefordert werden u. a. eine Anhebung der Mindestlöhne auf 751 Euro, Steuerkürzungen, Rahmentarifverträge sowie eine „gerechte Migrationspolitik“. 

Um 11 Uhr am Mittwoch findet die Hauptkundgebung der GSEE am Athener Klafthmonos-Platz statt. Ähnliche Protestaktionen werden auch in anderen Städten wie etwa Thessaloniki durchgeführt. Die kommunistische Gewerkschaft PAME führt separate Demonstrationen durch.
Zum Auftakt des Streiks legen bereits am Dienstag (27.11.) die Journalisten die Arbeit nieder. Im Radio und Fernsehen werden keine Nachrichtensendungen ausgestrahlt. Am Mittwoch wird es keine Tageszeitungen geben. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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