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Eurogruppe berät über Auszahlung von 44 Mrd. Euro Tagesthema

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Eurogruppe berät über Auszahlung von 44 Mrd. Euro
Heute berät die Eurogruppe in Sachen Griechenland. Es geht um die Auszahlung von Krediten in Höhe von 44 Mrd. Euro. Angesichts des Treffens der EU-Finanzminister führte Premierminister Antonis Samaras am Montag Unterredungen mit seinen Koalitionspartnern. Am heutigen Dienstag tagt die Eurogruppe zur Auszahlung einer Kreditrate in Höhe von 44 Mrd.
itrate in Höhe von 44 Mrd. Euro an Griechenland. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sollen diese Gelder erst am 5. Dezember freigegeben werden. Andere Quellen sprechen von der Auszahlung von zunächst 34 Mrd. Euro, ebenfalls am 5. Dezember. Die restlichen Gelder sollen diesen Quellen zufolge erst Anfang Januar nach Athen überwiesen werden. Eine endgültige Entscheidung soll voraussichtlich während eines weiteren außerordentlichen Treffens der Finanzminister Europas gefällt werden.

Kreditrate bedeutet Wachstum
Angesichts des Treffens der Eurogruppe hat sich der konservative Ministerpräsident Antonis Samras am Montagabend separat mit seinen Koalitionspartnern Evangelos Venizelos von der sozialistischen Partei PASOK und Fotis Kouvelis von den Demokratischen Linken (DIMAR) getroffen.
Venizelos hob nach dem Treffen mit Samaras hervor, dass sich Griechenland an seine Verbindlichkeiten gehalten habe. Nun sei es an der Reihe der internationalen Partner „endgültige und zuverlässige Entscheidungen zu treffen“. Weder Griechenland noch die meisten Länder der Eurozone würden weitere „Verzögerungen oder Unklarheiten aushalten“, sagte Venizelos und ergänzte, dass das Problem ein „europäisches“ sei. Kouvelis betonte am Montagabend seinerseits, dass es sehr wichtig sei, dass Athen so schnell wie möglich zumindest eine seit dem Sommer ausstehende Rate in Höhe von 31,5 Mrd. Euro erhalte, um einen Wachstumsplan umsetzen zu können. Vor allem müssten neue Arbeitsplätze geschaffen werden, um die gravierende Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Komitee für effiziente Regierung
Während der separaten Gespräche wurde zudem eine Lösung für eine effizientere Arbeitsweise der Regierung besprochen. Auf dem Tisch liegt ein Plan, ein neunköpfiges Komitee zu bilden. Vertreten sein sollen darin jeweils drei Vertreter der Regierungsparteien Nea Dimokratia (ND), PASOK und DIMAR. Die Aufgabe dieses Gremiums soll es vor allem sein, die Regierung aus Konservativen, Sozialisten und Linken besser zu koordinieren und Probleme zu lösen.
Die Regierung steckt in Schwierigkeiten. Das Sparpaket, das als wichtigste Voraussetzung für die Auszahlung der Kreditrate seitens der internationalen Geldgeber gilt, wurde nur mit einer geringen Mehrheit vom Parlament verabschiedet und hat die Regierung geschwächt. In den Reihen der Regierungsparteien, und vor allem in der PASOK, kriselt es mächtig. Die drei Koalitionspartner heben immer wieder hervor, dass es zu keinen vorverlegten Parlamentswahlen kommen werde. Doch die Regierung braucht eine Erneuerung: eine Regierungsumbildung wird immer wahrscheinlicher. Reuters berichtet, dass es nach der Auszahlung der milliardenschweren Kreditrate dazu kommen werde. Doch vor allem die PASOK zeigt sich noch unentschlossen, ob die Partei auch mit politischen Mitgliedern an der Regierung teilhaben wird. Am liebsten würden die Sozialisten mit der Entscheidung noch bis Februar warten. Dann wird die PASOK einen Kongress veranstalten, der den innerpolitischen Standpunkt der Partei sichern soll.

Parlamentswahlen gefordert
Heftige Kritik muss die Koalitionsregierung vor allem von den Oppositionsparteien einstecken. Alexis Tsipras, Vorsitzender des radikallinken Parteibündnisses Syriza, das bei den Parlamentwahlen im vergangenen Sommer zu zweitstärksten Partei gewählt worden war, sagte während einer Pressekonferenz, dass die Regierung nicht die Wirtschaft, sondern die Demokratie ins Fadenkreuz genommen habe. Er sprach von einem Protektorat und zeigte sich zuversichtlich, dass Syriza die nächsten Parlamentswahlen gewinnen werde. Nach Ansicht von Tsipras werde es nicht mehr lange dauern, bis diese durchgeführt würden. Unser Bild zeigt Samaras nach den Beratungen mit seinen Koalitionspartnern am Montagabend. (Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)

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