Anarchistischer Angriff auf einen Journalisten Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Aris Portosalte. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Aris Portosalte.

Einhellig von der Politik verurteilt wurden Schmierereien am Eingang des Hochhauses, in dem der Journalist des Senders Skai Aris Portosalte wohnt.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, bei den Tätern handelt es sich um Mitglieder der anarchistischen Gruppierung „Rouvikonas“.
Sie hatten Kommentare des Journalisten über die Eltern einer Schülerin, die in der Stadt Pyrgos auf der Peloponnes aufgrund von Hunger ohnmächtig geworden war, zum Anlass für ihre Attacke genommen. Außerdem stellten sich die Mitglieder des Rouvikonas gegen Positionen, die Portosalte angesichts des „Novartis-Skandals“, der Flüchtlingskrise, der Ermordung des Schülers Alexandros Grigoropoulos (2008) und über Mitglieder der faschistischen Partei Chryssi Avgi geäußert hatte.
Aris Portosalte selbst postete nach dem Vorfall Fotos vom Eingang seines Wohnhauses, wo die gegen ihn gerichteten Schmähungen gezeigt wurden. Er sprach von einer „faschistischen Sturmabteilung“ des Rouvikonas und von einem „terroristischen Angriff“. Seiner Ansicht nach sei „die Demokratie in Gefahr.“ Aus den Reihen der konservativen Nea Dimokratia hieß es, dass man entschlossen die Pläne der Regierung gegen die Gesetzlosigkeit umsetzen werde. Regierungssprecher Stelios Petsas sprach von einer „faschistischen Attacke gegen alles, was wir beschützen wollen“. Es handle sich um einen Angriff auf die Rede- und Meinungsfreiheit und die Demokratie.
Auch seitens der Oppositionspartei Bündnis der Radikalen Linken wurde der Übergriff von „Rouvikonas“ verurteilt. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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