Die politische Welt verabschiedet sich von einem „großen Griechen“ Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den am Montag verstorbenen Widerstandskämpfer Manolis Glezos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den am Montag verstorbenen Widerstandskämpfer Manolis Glezos.

Im griechischen Parlament wurde am Dienstag (31.3.) eine Schweigeminute eingelegt. Gedacht wurde damit des Widerstandskämpfers Manolis Glezos, der am Montag im Alter von 97 Jahren verstorben ist.

Die Vertreter der Parteien sprachen u. a. von einem „Verlust für das politische Leben“ des Landes. Beschrieben wurde er als ein „großer Grieche“, der sein Leben der Demokratie, der Freiheit und dem Kampf gegen den Faschismus gewidmet habe. Außerdem sei er ein großes Beispiel für die kommenden Generationen.
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis gab bereits am Montag ein Foto in die Öffentlichkeit, auf dem er gemeinsam mit Glezos abgebildet ist, als er diesem vor ein paar Jahren in dessen Haus einen Besuch abgestattet hatte. Der Premier beschrieb den Widerstandskämpfer als ein „Symbol der Freiheit unserer Heimat“. Er gehöre einer Generation an, die sich Griechenland, der Freiheit und der Demokratie verschrieben habe, so Mitsotakis.
Oppositionschef Alexis Tsipras, dessen Partei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA), Glezos angehörte, sagte, dass der Widerstandskämpfer „bis zum letzten Moment tapfer, aufrecht und kämpferisch“ gewesen sei. Die Vorsitzende der sozialistischen Partei Kinima Allagis Fofi Gennimata sprach von einem „Symbol des Widerstandes“. Er sei ein „großer Patriot und Demokrat“ gewesen. Die kommunistische Partei KKE erinnerte daran, dass sich Glezos aktiv für die griechischen Forderungen gegenüber Deutschland bezüglich Reparationszahlungen für verübte Verbrechen während des II. Weltkrieges sowie für Rückzahlung deutscher Zwangskredite eingesetzt hatte, die ebenfalls aus der Zeit des letzten Weltkrieges resultieren. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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