Hagia Sophia: Deutsch-Hellenische Wirtschaftsvereinigung fordert „Sanktionen“

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Die Hagia Sophia in Istanbul. (Foto: © Eurokinissi) Die Hagia Sophia in Istanbul. (Foto: © Eurokinissi)

Die vom türkischen Staatspräsidenten Recep Taiyyp Erdogan angeordnete Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee stelle einen Anschlag auf die Zivilisation dar und sei schockierend. Diese Ansicht vertritt die Deutsch-Hellenische Wirtschaftsvereinigung (DHW) in einem Appell an politische und religiöse Führungspersönlichkeiten und -gremien in Deutschland und nennt diesen Akt Ankaras eine „gezielte Provokation“ gegenüber allen Christinnen und Christen sowie der gesamten Weltgemeinschaft.

Gleichzeitig fordert die DHW als Reaktion auf die Umwidmung der einstigen byzantinischen Krönungskirche von einem Museum in eine Moschee die Einstellung der Unterstützung für die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB). Die DITIB sei ein Ableger der türkischen Behörde Diyanet, die jetzt für die Hagia Sophia zuständig sei und die u. a. die Moscheen in Deutschland über die DITIB finanziert und kontrolliert. Nach der Umwidmung der Hagia Sophia könne die DITIB in Deutschland und die ATIB in Österreich nicht mehr ernsthaft als Partner im Dialog zwischen den Religionen und von der interreligiösen Toleranz und Verständigung  angesehen werden, heißt es in der DHW-Pressemitteilung. Die DITIB wird darin als „antichristliche, antisemitische, integrationsfeindliche und rassistische Organisation“ bezeichnet.

Am morgigen Freitag (24.7), wenn in der Hagia Sophia zum ersten Mal zum Freitagsgebet  aufgerufen wird, solle ein Signal gesendet werden und jegliche Unterstützung für die DITIB – politisch und finanziell – beendet werden, fordert die DHW. (Griechenland Zeitung / em)

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