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Arbeitsreserve macht wieder Schlagzeilen in Griechenland

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Das Thema der „Arbeitsreserve“ ist nach Griechenland zurückgekehrt. Zahlreiche Protestaktionen finden dieser Tage in Athen statt, besonders engagiert sind frühere Putzfrauen des Finanzministeriums und Schulwächter. Das Landeshöchstgericht, der Areopag, hat am Donnerstag die Aussetzung eines endgültigen Urteils in ihrer Angelegenheit bis zum 23. September verschoben. Zuvor hatten die 397 Putzfrauen in erster Instanz im vorigen Monat per Gerichtsurteil Recht bekommen und hätten demzufolge wieder eingestellt werden müssen.
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Um ihr Recht zu verteidigen, demonstrierten sie am Donnerstag vor dem Finanzministerium. Dabei kam es zu Ausschreitungen mit der Polizei. Zwei Demonstrantinnen sowie eine Fotoreporterin wurden verletzt. Die Putzfrauen zeigen sich weiterhin entschlossen, ihre Proteste fortzusetzen.

Auch die Schulwächter gehen bis auf weiteres auf die Barrikaden. Sie fordern die Wiedereinstellung von 226 ihrer Kollegen, die nach der Arbeitsreserve keine neue Stelle im Öffentlichen Dienst finden konnten. Diese Maßnahme sieht vor, dass die betreffenden Staatsdiener für acht Monate ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, jedoch weiterhin einen Großteil ihres Gehaltes bekommen. In der Zwischenzeit müssen sie Ausschau nach einem neuen Posten im Staatssektor halten. Haben sie bis zum Ablauf der Frist nichts Neues gefunden, werden sie offiziell entlassen.

Auch an der innenpolitischen Front schlägt das Thema der Arbeitsreserve hohe Wellen. In erster Linie geht es hier um 1.136 Verwaltungsangestellte der griechischen Universitäten. Ihre Arbeitsreserve läuft am kommenden Sonntag aus. Der neue Bildungsminister Andreas Loverdos (PASOK) besteht darauf, dass etwa 800 von ihnen wieder im Staatsdienst aufgenommen werden. Der Minister für Verwaltungsreformen Kyriakos Mitsotakis (Nea Dimokratia), vertritt hingegen die Auffassung, dass nur 500 wieder im Öffentlichen Dienst eine Arbeit finden könnten.

(Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)

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