Login RSS

Heftiger Protest der orthodoxen Kirche gegen Corona-Maßnahmen Tagesthema

  • geschrieben von 
Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während der Wasserweihe am Epiphanie-Fest am 6. Januar 2020 in Heraklion auf Kreta. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während der Wasserweihe am Epiphanie-Fest am 6. Januar 2020 in Heraklion auf Kreta.

Die griechisch orthodoxe Kirche demonstriert ihren Unmut über die verschärften Maßnahmen der Regierung, mit denen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden soll. Unerwartet hatte die Regierung am Samstag (2.1.) angekündigt, dass zum bevorstehenden Epiphanie-Fest (Heilige Drei Könige) am 6. Januar keine Kirchgänge stattfinden dürfen; auch die traditionelle Wasserweihe zum Fest der Erscheinung Gottes soll nach Regierungsplänen ausfallen.

82 Metropoliten aus dem ganzen Land wollen nun geschlossen beim Staatsrat, dem obersten Verfassungs- und Verwaltungsgericht, protestieren. Ihr Ziel ist es, die Gotteshäuser nach dem Vorbild des Weihnachtsfestes für die Gläubigen zu öffnen: zwei Meter Mindestabstand zwischen den Besuchern. Auch die Größe der jeweiligen Kirche spielt bei den Plänen des Klerus eine Rolle. In Gotteshäusern mit einer Grundfläche von bis zu 375 Quadratmetern sollen maximal 25 Gläubige Einlass finden, bei den größeren Hauptkirchen und Kathedralen sollen es bis zu 50 sein.
Auch der Erzbischof von Athen und ganz Griechenland Hieronymos will sich geringfügig über die Regierungsanordnung hinwegsetzen. In Anwesenheit nur eines Diakons will er die traditionelle Wasserweihe durchführen. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

Nach oben

 Warenkorb