Inselstatus für Euböa, Lefkada und Elafonisos per Gesetz bestätigt Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand in Nea Artaki auf der Insel Euböa. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand in Nea Artaki auf der Insel Euböa.

Euböa, Lefkada und Elafonisos sind nun auch formal gesehen eigenständige Inseln. Das geht aus einem kürzlich verabschiedeten Gesetz des Ministeriums für Handelsschifffahrt hervor. Dadurch erhalten die Menschen auf diesen Inseln gleichberechtigt wie auf anderen Inseln Zugang zu entsprechenden Entwicklungs- und Finanzierungsprogrammen. Euböa und Lefkada sind über eine Brücke mit dem Festland verbunden; Elafonissos liegt nur etwa 700 Meter von der Peloponnes entfernt; mit der Fähre ist es ein Katzensprung.

Der aus Euböa stammende Parlamentarier der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia Thanassis Zembilis stellte fest, dass man vor allem in entlegenen Gegenden der Großinsel, wie es etwa Karystos, Kymi und im Prinzip der gesamte Inselnorden seien, täglich mit den Nachteilen zu kämpfen habe, die der Insellage geschuldet seien. Durch ihre Isolation von der Außenwelt würden die Lebenskosten steigen, so der Regierungspolitiker. Er ging in seinen Ausführungen darauf ein, dass Euböa über eine Küstenlänge von 680 Kilometern verfügt, es gebe 45 Häfen; darunter 32 Fischerei- und vier Handelshäfen. Schon das mache den Inselstatus deutlich.
Der ebenfalls von dieser Insel stammende Oppositionspolitiker des Bündnisses der Radikalen Linken (SYRIZA) Vangelis Apostolou stellte bedauernd fest, dass Euböa auch weiterhin nicht von einschlägigen EU-Programmen profitieren könne. Laut EU-Regelungen kämen dafür lediglich kleinere Ägäis-Inseln in Frage, auf denen weniger als 100.000 Einwohner leben – auf Euböa hingegen sind 220.000 Menschen heimisch. Man müsse sich hier also auf nationale Mittel konzentrieren. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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