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„Keinen Schritt zurück“: Griechenlands Landwirte intensivieren Proteste

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am 16. Februar in der nordgriechischen Stadt Drama. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am 16. Februar in der nordgriechischen Stadt Drama.

„Wir verlangen Lösungen und gehen keinen Schritt zurück.“ Das erklärten Vertreter der Landwirte, die seit Anfang Februar angesichts der Verteuerung der Produktionspreise demonstrieren. Sie fordern ein Treffen mit Premierminister Kyriakos Mitsotakis sowie mit hochrangigen Vertretern der involvierten Ministerien.

Am kommenden Freitag (25.2.) kommt es zu einer Demonstration in Heraklion auf Kreta und am Samstag in der Nähe der mittelgriechischen Stadt Preveza. Die Bauern Böotiens wollen ebenfalls ihre Protestaktionen verschärfen. Vorsitzende der Oppositionsparteien haben sich bereits in den vergangenen Tagen mit Landwirten getroffen, um sich über deren Probleme zu informieren. Der Chef des Bündnisses der Radikalen Linken Alexis Tsipras etwa beschrieb ihre Forderungen als „gerecht und logisch“. Dabei stellte er fest, dass die „Teuerung die Haushalte erdrückt“. Der Regierung warf er vor, eine undurchsichtige Finanzpolitik zu praktizieren. Unterdessen hatte der Minister für Agrarentwicklung und Lebensmittel Spilios Livanos Anfang Februar Maßnahmen angekündigt, auf deren Basis die Produktionskosten gesenkt werden sollen. Dazu zählen etwa Steuersenkungen für Tierfutter und Dünger von bisher 13 % auf 6 %. Vertreter der Gewerkschaften entgegnen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen würden und werfen der Regierung vor, entweder den Ernst der Lage nicht begriffen zu haben oder die Bauern täuschen zu wollen. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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