Studie über Folgen der kurzfristigen Immobilien-Vermietung in Hellas Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand auf der Insel Mykonos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand auf der Insel Mykonos.

In Griechenland sind 129.000 Immobilien auf Plattformen für kurzfristige Vermietungen aufgelistet. Insgesamt wurden 45 Millionen Übernachtungen gezählt und ein Umsatz von 1,38 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Damit bestreiten diese Übernachtungsformen etwa 14 % der Einnahmen der Reisebranche. Vorgestellt wurden diese Daten während einer Veranstaltung der griechischen Hotelier-Kammer.
Besonders beliebt bei den Touristen sind demnach die Athener Stadtteile Zappion, Koukaki, Keramikos, Bahnhof-Larissis, Vathis-Platz, Agios Nikolaos und Petralona. Auf Landesebene sind die Destinationen Chania (Kreta), Rhodos und Korfu besonders gefragt.
Experten haben errechnet, dass der Staat durch diese kurzfristigen Immobilien-Vermietungen Steuerverluste in Höhe von 316,7 Millionen Euro hinnehmen muss.
Zudem würden 39.000 Arbeitsplätze durch diese inoffizielle Vermietungsform verloren gehen.
In seiner Rede kritisierte der Präsident der Hotelier-Kammer Alexandros Vassilikos, dass sich diese Vermietungsbranche in einer Grauzone bewege, die mit einer Schattenwirtschaft zu vergleichen sei. Es würden jegliche Regeln und Kontrollen fehlen, so Vassilikos.
Bei der Veranstaltung ist auch Tourismusminister Vassilis Kikilias anwesend gewesen. Er erklärte, dass die kurzfristige Vermietungsbranche einen Teil des touristischen Produktes Griechenlands ausmache. Die Vertreterin der Oppositionspartei SYRIZA Katerina Notopoulou forderte mehr Regeln in dieser Branche. Sie sprach von einer Immobilienkrise, erhöhten Mietausgaben sowie einem unfairen Wettbewerb gegenüber den Hotels. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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