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Aufstockung des Mindestlohnes – weitere finanzielle Leistungen steigen ebenfalls Tagesthema

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Der Mindestlohn wird ab dem heutigen Montag (1.4.) von 780 Euro auf 830 Euro Brutto angehoben. Der Mindest-Netto-Lohn beläuft sich demnach auf 706 Euro. Einzelheiten dazu stellte am Freitag voriger Woche Arbeitsministerin Domna Michailidou dem Ministerrat vor.

Premierminister Kyriakos Mitsotakis erklärte, dass sich die Regierung dazu verpflichtet habe, das Leben der Arbeitnehmer durch Gehalts- und Lohnerhöhungen zu verbessern. Davon würden auch Personen profitieren, die im Sommer saisonal im Tourismus beschäftigt seien, so Mitsotakis. Es handle sich um die vierte Erhöhung des Mindestlohnes seit 2020, fügte er hinzu. Zu Beginn seiner ersten Amtszeit im Jahre 2019 lag der gesetzlich festgelegte Mindestlohn noch bei 650 Euro Brutto, seither sei ein Anstieg von 28 % zu verzeichnen. Im Durchschnitt lagen die Gehälter der Arbeitnehmer im Jahr 2019 bei 1.046 Euro und seien mittlerweile auf 1.251 Euro monatlich gestiegen, stellte Mitsotakis fest. Das bedeute, dass Griechenland etwa im Mittelfeld der EU liege. Ziel seiner Regierung sei es, dass der Mindestlohn bis zum Ende der Legislaturperiode 2027 auf 950 Euro angehoben werde, der Durchschnittslohn werde dann bei 1.500 Euro liegen.
Regierungssprecher Pavlos Marinakis erklärte, dass die Anhebung des Mindestlohnes auch 13 weitere Zuschüsse bzw. finanzielle Leistungen einen positiven Einfluss habe, darunter seien etwa das Arbeitslosen- sowie das Kindergeld.
Unterdessen berichtet das Internetportal der Wirtschaftszeitung Imerisia.gr, dass Griechenland unter den vier teuersten Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sei, was die Abgaben der Arbeitgeber für das Personal betreffe. Demnach seien die Lohnnebenkosten lediglich in Spanien, Frankreich, Tschechien und Italien höher als in Griechenland. Dies würde Imerisia.gr zufolge auch zu einer erhöhten Schwarzarbeit führen. (Griechenland Zeitung / eh)

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