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Griechenland und Türkei: Treffen auf höchster Ebene nach eineinhalb Jahren Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während eines Treffens zwischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis (l.) und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während eines Treffens zwischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis (l.) und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Nach mehreren einseitig abgesagten Gesprächen bemühen sich Athen und Ankara erneut um einen Dialog auf höchster Ebene. Im Fokus stehen „low politics“ und der Erhalt offener Kommunikationskanäle. Dabei kommt es zu einer persönlichen Unterredung zwischen Ministerpräsident Mitsotakis und dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan.

Am Mittwoch dieser Woche (11.2.) ist es soweit: Nach eineinhalb Jahren Pause kommt es zu einem Treffen zwischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Offizieller Rahmen für diese Begegnung ist der sogenannte Sechste Höchste Kooperationsrat zwischen Griechenland und der Türkei.
Ziel ist es, das derzeit relativ entspannte Klima in den bilateralen Beziehungen aufrechtzuerhalten und den Dialog zu stärken. Große Durchbrüche bei strittigen Fragen stehen offenbar nicht auf der Tagesordnung.
Auf dem Gesprächstisch liegen werden eher „leichtere“ Themen, wo man schnell praktische Antworten finden könnte. Dazu zählen etwa eine Kooperation in Flüchtlingsfragen und die Vergabe der Kurzzeitvisen an türkische Staatsbürger. Diese können auf dieser Basis insgesamt zwölf griechische Inseln besuchen. Erörtert werden soll außerdem der bilaterale Handel.
Politisch schwerwiegendere Themen, wie es etwa die Festlegung der Ausschließlichen Wirtschaftszone in der Ägäis sollen dem Vernehmen nach vermieden werden.
Erst kürzlich hatte die Türkei gleich zwei sogenannte NAVTEX-Meldungen, die Sicherheitsinformationen für die Seefahrt beinhalten, herausgegeben, und damit große Gebiete in der Ägäis mit unbestimmter Dauer beansprucht.
Ein geplantes Militärmanöver unter dem Namen „Blaue Heimat“ (türkisch: Mavi Vatan), das zwischen dem 10. und dem 19. Februar anberaumt war, wurde jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.
Zum letzten Mal hatten sich Mitsotakis und Erdogan im September 2024 getroffen. Weitere Unterredungen, die für den September 2025 geplant waren, wurden von der türkischen Seite einseitig abgebrochen.
In einem Interview gegenüber der US-Zeitschrift Foreign Policy sprach Mitsotakis von zwei „erfahrenen Führungspersönlichkeiten“ – damit meinte er Erdogan und sich selbst –, die einsehen würden, dass die Region „mit vielen Problemen konfrontiert ist“. Es gebe „keinen Grund, die Lage unnötig zu verkomplizieren“. Außerdem vertrat er die Ansicht, dass sich Griechenland „von Natur aus als Verteidigungsnation versteht“. Im Interview stellte er außerdem fest: „Tatsächlich sehe ich keine wesentlichen Risiken einer Eskalation.“ Er vertrat u. a. die Einschätzung, dass Athen und Ankara „über offene Kommunikationskanäle verfügen“. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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