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Macron in Griechenland und auf Zypern: Europäische Solidarität Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Verteidigungsminister Nikos Dendias und den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron auf Kreta. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Verteidigungsminister Nikos Dendias und den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron auf Kreta.

Frankreich und Griechenland intensivieren ihre militärische Zusammenarbeit: Fregatten, Kampfjets und Raketenabwehrsysteme werden auf Zypern stationiert, während Athen seine Rolle als Garant für Stabilität in der Region ausbaut.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat am Montag (9.3.) der US-Marinebasis in Souda auf Kreta einen offiziellen Besuch abgestattet. Begrüßt wurde er vom griechischen Verteidigungsminister Nikos Dendias.
Der Gast aus Frankreich betonte: „Jeder Angriff auf Zypern ist ein Angriff auf Europa.“ In einem Interview gegenüber dem staatlichen Fernsehsender ERT fasste er seine Solidarität mit der griechischen Bevölkerung zusammen. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und wies auf einen Beistandspakt zwischen Griechenland und Frankreich, der 2020 geschlossen und kürzlich verlängert wurde.

„Eskalation verhindern“
Zuvor hatte sich Macron angesichts der Lage im Nahen Osten auf Zypern mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und dem Zypernpräsidenten Nikos Christodoulidis getroffen. Macron stellte u. a. fest: „Wir wollten diesen Krieg nicht, aber wir haben die Verantwortung, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um unsere Mitbürger, unsere Volkswirtschaften zu schützen und eine Eskalation in der Region, im Libanon und im Nahen Osten zu verhindern.“ Man arbeite an der Sicherheit in der Region rund um Zypern und im gesamten östlichen Mittelmeer. Dendias hob seinerseits hervor, dass Athen „auf eine weitere Vertiefung unserer strategischen Verteidigungsbeziehung blickt“.

„Garant der Stabilität und Sicherheit“
In einem Interview gegenüber der jüngsten Ausgabe der Sonntagszeitung To Vima hatte Dendias erklärt: „Zum ersten Mal in unserer Geschichte führen wir fünf Einsätze außerhalb unserer Landesgrenzen durch.“ Dadurch stärke Griechenland seine Rolle als „Garant für Stabilität und Sicherheit in der Region – über die engen geografischen Grenzen hinaus“. Aufgewertet werde außerdem die Rolle Griechenlands „in der Europäischen Union und in der NATO als verlässlicher Partner“. Was die Verlegung von zwei Fregatten und vier Kampfjets nach Zypern betrifft, so erklärte Dendias, dass es „historisch und national unverzeihlich“ wäre, „wenn Griechenland der Republik Zypern in einer so schwierigen Lage den Rücken kehren würde“. Und er fügte hinzu: „Eine schnelle und konkrete militärische Unterstützung für die Republik Zypern ist eine nationale Verpflichtung.“ Die unmittelbare Mobilisierung Griechenlands habe außerdem „als Katalysator auf europäischer Ebene“ gewirkt: „Mehrere Staaten folgten der griechischen Initiative und entsandten ebenfalls Kräfte zum Schutz Zyperns.“ Der Minister schloss jedoch definitiv aus, dass Griechenland Streitkräfte für militärische Operationen gegen den Iran entsenden könnte. Dendias kündigte außerdem an, dass Griechenland Bulgarien antiballistische Deckung gewähren werde. Für diesen Zweck würden zwei Kampfflugzeuge des Typs F-16 auf einem nordgriechischen Flughafen stationiert. Was die sich abzeichnende Teuerungswelle betrifft, die sich durch den Krieg im Nahen Osten abzeichnen, so hatte Premierminister Mitsotakis in seinem Sonntags-Post angekündigt, unmittelbare Maßnahmen gegen überhöhte Preisentwicklungen auf dem griechischen Markt eizuleiten.
Unterdessen wurden bereits am Wochenende zahlreiche griechische Staatsbürger aus Ländern des Nahen Osten repatriiert. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)

 

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