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Griechenland gedenkt des 52. Jahrestages der türkischen Invasion auf Zypern Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt die zyprische Flagge. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt die zyprische Flagge.

Am Montag (20.7.) wurde des 52. Jahrestages einer türkischen Invasion auf Zypern gedacht. Seither ist die Inselrepublik in einen türkischsprachigen Nordteil und einen griechischsprachigen Süden geteilt. In Mitteilungen und Ansprachen sprachen sich Griechenlands Politiker für eine Lösung der Zypernfrage aus; Athen stehe entschlossen auf der Seite Nikosias.

Anlässlich des 52. Jahrestags der türkischen Invasion auf Zypern am Montag (20.7.) hat der griechische Staatspräsident Konstantinos Tassoulas die Bedeutung einer Lösung der Zypernfrage betont. Diese bleibe eine „oberste Priorität der griechischen Außenpolitik“, erklärte er. Tasoulas forderte zudem weiterhin Unterstützung für die Republik Zypern durch die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten. Ziel müsse es sein, „die letzte Teilungslinie in Europa“ zu überwinden. Der Präsident erinnerte an die Folgen der türkischen Invasion von 1974 und sprach von der fortdauernden Besetzung eines großen Teils der Insel durch türkische Truppen. Er verwies auf die Schicksale der Vermissten und Vertriebenen sowie auch auf diejenigen, „die bis heute grundlegender Freiheiten und Menschenrechte entbehren“, was auf die im Nordteil der Insel lebenden Menschen gemünzt war.
Griechenland werde gemeinsam mit der Republik Zypern die Bemühungen des UN-Generalsekretärs zur Wiederaufnahme der Verhandlungen unterstützen, erklärte Tassoulas. Eine Lösung müsse auf Grundlage der UN-Sicherheitsratsresolutionen und des EU-Rechtsrahmens erfolgen. Ziel sei eine Wiedervereinigung Zyperns und die Wiederherstellung der Rechte und Freiheiten aller Bürger der Insel.

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„Internationale Frage“
Auch Premierminister Kyriakos Mitsotakis meldete sich zu Wort. Er fasste zusammen, dass am 20. Juli Griechenland an den Jahrestag der türkischen Invasion auf Zypern und an die bis heute ungelösten Folgen des Konflikts erinnere. Der Tag stehe nicht nur für eine „schwarze Erinnerung“, sondern auch für eine offene Wunde auf der Insel und im Herzen der griechischen Gemeinschaft. Griechenland stehe unverändert an der Seite der Republik Zypern und bekenne sich zu den Prinzipien des Völkerrechts sowie zu den Beschlüssen der Vereinten Nationen für eine gerechte, funktionierende und dauerhafte Lösung der Zypernfrage. Ziel sei ein wiedervereinigtes Zypern ohne Besatzungstruppen und „ohne überholte Garantiesysteme“. Die Insel solle sich als moderner Staat innerhalb der Europäischen Union weiterentwickeln und Wohlstand erreichen, so Mitsotakis. „Wir setzen den schwierigen Kampf fort. Wir vergessen nicht, wir bleiben wachsam“, heißt es abschließend.

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In einer Mitteilung würdigte das griechische Außenministerium die Opfer der Ereignisse von 1974 und erklärte, dass die Zypernfrage weiterhin eine internationale Frage im Zusammenhang mit der „illegalen Invasion und Besatzung“ bleibe. Griechenland sei bereit, Bemühungen zur Wiederaufnahme der Verhandlungen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen zu unterstützen.
Griechenlands Verteidigungsminister Nikos Dendias stellte fest: „Wir ehren die Gefallenen, die Vermissten und all jene, die die Freiheit Zyperns verteidigt haben“; für die griechischen Streitkräfte bleibe Zypern weiterhin von großer Bedeutung, betonte der Minister.

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Griechenlands Regierungssprecher Pavlos Marinakis würdigte ebenfalls das Schicksal der Gefallenen, erinnerte an die Vermissten und bekundete die Unterstützung Griechenlands für die Vertriebenen. „Die Besatzung darf nicht zur Normalität werden. Die Zeit legitimiert kein Unrecht und löscht die historische Wahrheit nicht aus“, schrieb Marinakis.

Illegale militärische Besetzung
Oppositionschef Nikos Androulakis von der sozialistischen PASOK erklärte in einer Mitteilung: „Die Toten, Vermissten und tausende Vertriebenen dürften nicht vergessen werden.“ Die Zypernfrage bleibe ein internationales Problem einer illegalen militärischen Besetzung und müsse entsprechend von der internationalen Gemeinschaft behandelt werden. Griechenland müsse weiterhin Initiativen für eine gerechte und nachhaltige Lösung unterstützen. Ziel bleibe ein freies und wiedervereinigtes Zypern mit Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit für alle Zyprioten.
Die kürzlich gewählte Fraktionsvorsitzende des Bündnisses der Radikalen Linken Rena Dourou konstatierte ihrerseits, dass der UN-Generalsekretär Antonio Guterres in Kürze Zypern einen offiziellen Besuch abstatten werde; 16 Jahre nach dem letzten Besuch des früheren UN-Generalsekretärs, Ban Ki-moon.

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Zudem sprach Dourou von einer tragischen Bilanz der türkischen Invasion auf Zypern vor 52 Jahren: Tausende Tote, Verletzte und bis heute Vermisste, die Besetzung von Teilen des Territoriums der Republik Zypern sowie mehr als 200.000 Flüchtlinge. Sie sprach zudem von „einer Wunde, die bis heute offenbleibt, da die illegale militärische Besetzung und die Teilung der Insel andauern“. Hinzu komme, „dass die EU die Türkei bedauerlicherweise zu einem unverzichtbaren Partner ihrer Verteidigungsprogramme gemacht hat“. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)

 

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