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Der Erzbischof von Athen und ganz Griechenland Hieronymos hat sich am Dienstagabend in einem Fernsehinterview für eine Aufschiebung des Baus einer Moschee in Athen eingesetzt. Zuerst müsse seiner Auffassung nach festgelegt werden, wie viele muslimische Flüchtlinge in der griechischen Hauptstadt überhaupt bleiben werden und für wie lange, sagte er gegenüber dem privaten Fernsehsender SKAI. Zeitgleich müsse feststehen, ob die Moschee nur als Gebetsort oder auch als Schule genutzt werde. Auch müsse geklärt werden, ob sie von Sunniten oder von Schiiten besucht werde. Des Weiteren wies Hieronymos auf die Gefahr einer „Enthellenisierung und einer Entchristianisierung“ Griechenlands hin.  

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Donnerstag, 06. Oktober 2016 12:37

Einvernehmen zwischen Staat und Kirche TT

Die Durchführung des Religionsunterrichtes wird in enger Kooperation zwischen dem Staat und der orthodoxen Kirche neu überdacht. Das haben am Mittwoch Ministerpräsident Tsipras und Erzbischof Hieronymos beschlossen.

„Die Missverständnisse mit der griechischen Regierung sind gelöst.“ Das hat am Mittwochabend der Erzbischof von Athen und ganz Griechenland Hieronymos nach einem Treffen mit Ministerpräsident Alexis Tsipras zum Ausdruck gebracht. Daran beteiligt haben sich u. a. auch Bildungsminister Nikos Filis und Verteidigungsminister Panos Kammenos. Dieser ist gleichzeitig Vorsitzender des rechtskonservativen Regierungspartners ANEL (Unabhängige Griechen). Dieser erklärte im Anschluss, dass alle Missverständnisse aus dem Weg geräumt worden seien.

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Der Erzbischof von Athen und ganz Griechenland, Hieronymos, schlägt gegenüber der Regierung eine härtere Gangart ein. Das eher als sanftmütig und unvoreingenommen geltende orthodoxe Kirchenoberhaupt hat am Dienstag während einer Sitzung der heiligen Synode, dem höchsten Kirchenorgan, eine ausführliche Rede gehalten. Viele Passagen richteten sich indirekt gegen die Regierung und in erster Linie gegen das Bildungsministerium. Hieronymos wetterte u. a. gegen einen „antireligiösen Populismus“, der gegen den Klerus gerichtet sei.

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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben orthodoxe Christen in Thessaloniki Nachtwachen mit Gebeten abgehalten, um gegen das Homosexuellenfestival „Thessaloniki Pride“ zu protestieren. Organisiert wurden die Nachtmessen von orthodoxen kirchennahen Vereinen. Laut Plakatankündigung standen sie unter der Ägide des als ultrakonservativ geltenden Metropoliten von Thessaloniki, Anthimos. Vergleichbare Nachtwachen hatte es auch in den letzten Jahren gegeben. Das „Thessaloniki Pride“-Festival begann am Mittwoch und endet am Samstag mit der traditionellen Gay Pride Parade im Stadtzentrum ab 19 Uhr. Es ist die fünfte Veranstaltung dieser Art in der zweitgrößten griechischen Stadt. (Griechenland Zeitung / ak)

Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im September 2013 anlässlich der Internationalen Thessaloniki Messe. Abgebildet sind der Bürgermeister von Thessaloniki, Jannis Boutaris, sowie Metropolit Anthimos.

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Der Koran soll während des diesjährigen muslimischen Fastenmonats Ramadan (6. Juni bis 5. Juli) in der ehemaligen byzantinischen Sophienkirche (Hagia Sophia) in Istanbul vorgelesen werden. Ein entsprechendes Statement im türkischen Fernsehen TRT Diyanet hat in Griechenland für Empörung gesorgt. Dem Außenministerium in Athen zufolge handelt es sich um „Respektlosigkeit gegenüber religiösen Denkmälern“ sowie um „anachronistische und unverständliche Absichten“ seitens der Türkei. Es wird daran erinnert, dass die Hagia Sophia „zeitloses Symbol der orthodoxen Kirche“ und ein „Weltkulturerbe“ sei.

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