Griechenland gilt für viele als die Wiege Europas. Schließlich wurde dort die Demokratie erfunden. Was in Hellas allerdings in der jüngeren Zeit nicht erfunden wurde, ist aufregender Fußball. Nun mussten die Griechen eine neue Schlappe einstecken. Sie verpassten die Qualifikation für die Teilnahme an der WM in den USA, Kanada und Mexiko. Das ist natürlich für die Fans eine geradezu griechische Tragödie. Als Zuschauer fragt man sich nun, wie die Zukunft für das Team aussieht.
Wie ist der Stand der Dinge?
In der Qualifikation konnten die Griechen einfach nicht ihren Rhythmus finden. Im letzten Spiel der Teilnahme konnten sie es lediglich zu einem Unentschieden gegen Weißrussland bringen. Damit endeten die Griechen auf dem dritten Platz in ihrer Gruppe, was natürlich ziemlich weit von den Spitzenplätzen entfernt ist.
Auch ein Blick auf die Quoten der großen Fußballwettanbieter zeigt, dass Griechenland deutlich weiter unten in der Liste steht. Dieser unerwartete Rückgang führte bei den Fußballwetten Anbietern zu neuen Quoten und Wettmärkten. Was sich für Wetter als eine interessante Option erwies, begeisterte allerdings das griechische Fußballkomitee wenig. Da das Team schon seit mehreren Jahren international ohne Erfolg ist, ist es sicherlich Zeit für einen Richtungswechsel. Auch die Stimmen im eigenen Lande können da nichts mehr schönreden: Griechischer Fußball muss moderner werden.
Das Team und seine Stärken
Der Trainer Ivan Jovanovic kann eigentlich auf einen talentierten Kader zugreifen. Der Angriff stützt sich in erster Linie auf den Stürmer Georgios Masouras. Ihm steht Ioannis Konstantelias zur Seite, während Konstantinos Mavropanos im Mittelfeld für den Spielaufbau zuständig ist. Generell gilt das griechische Team als defensiv fähig und sehr diszipliniert, wenn es um das Verfolgen einer Strategie geht. Auch an der Disziplin und der Arbeitsethik liegt es nicht. Was bei den Griechen oftmals ein wenig fehlt, ist das Selbstbewusstsein zum Angriff und der Zug zum Tor. Anstatt taktisch perfekt zu spielen, sollte sich das Team mehr auf das Herausarbeiten von Chancen konzentrieren.
Ziele für die nahe Zukunft
Auch wenn es bei der WM nicht geklappt hat, ist für das Team aus Griechenland noch nicht alles verloren. Denn bald steht die Nations League an. Das ist eine gute Gelegenheit, einmal einen neuen taktischen Ansatz zu testen. Die Griechen sind außerdem in der Kategorie A mit dabei. Mit der zusätzlichen Erfahrung können sie sich ein neues Standbein im internationalen Fußball aufbauen. Dabei muss der Fokus ganz klar auf der Entwicklung des Teams stehen. Ego und Wunschdenken haben in dieser Situation einfach nichts verloren. Denn für die Griechen geht es inzwischen ja auch ein Stück um die Ehre.
Eine Chance auf Erneuerung
Mehrere kleinere Wettbewerbe sind die perfekte Gelegenheit, um das Team wieder in Topform zu bringen und für das große Ziel bereit zu machen. Im Jahre 2028 ist es nämlich wieder so weit: Der ganze Kontinent feiert die Europameisterschaft. Für die angeschlagenen griechischen Fans ist das Licht am Horizont. Wenn Griechenland hier eine gute Leistung abliefert, dann bedeutet das langfristig einen Weg zurück an die Spitze des internationalen Fußballs. Auf der anderen Seite würde eine weitere Niederlage das Selbstbewusstsein weiter schwächen. Es bleibt also abzuwarten, welche Lektionen die Griechen mit nach Hause nehmen und welche Schlüsse sie dann daraus ziehen. (ba)