Studenten ermittelten das Profil des typischen Touristen auf Westkreta

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Unsere Fotos (© Jan Hübel / Griechenland Zeitung) entstanden im Sommer 2017 in Chania, Kreta. Unsere Fotos (© Jan Hübel / Griechenland Zeitung) entstanden im Sommer 2017 in Chania, Kreta.

Kretische Studenten haben versucht, das Profil des typischen ausländischen Touristen, der seine Ferien in Chania (Westkreta) verbringt, zu skizzieren. Für diesen Zweck wurden in der Hauptsaison Reisende befragt, die auf dem „Daskalogiannis“-Flughafen von Chania gelandet sind.

In der Studie wird berichtet, dass im Sommer 2017 4,4 % mehr Charter-Flüge stattfanden als im Vorjahr. In Zahlen ausgedrückt wurden hier laut Fraport Greece etwa 1,1 Millionen ausländische Fluggäste registriert. Im Vergleich zu 2010 seien die Ankünfte aus dem Ausland sogar um mehr als 85 % in die Höhe geschnellt. Mehr als die Hälfte der Touristen stammte 2017 aus skandinavischen Ländern (50,2 %). Es folgen Briten (14,2 %), Polen (7,5 %), Deutsche (6,8 %) und Italiener (4,6 %).
85 % der Fluggäste, die in Chania gelandet sind, blieben auch in der Region. 13 % reisten weiter nach Rethymnon. Mehr als die Hälfte der Besucher hatte in der Vergangenheit bereits mindestens einmal Chania besucht. Neun von zehn haben den Vorsatz bekundet, erneut ihren Urlaub in der Region zu verbringen und diesen Teil der Insel an Verwandte und Freunde weiterzuempfehlen. Westkreta wird von den Befragten beschrieben als ein Urlaubsziel für Familien und zum Relaxen. Außerdem seien Strandbesuche sehr gut möglich. Die meisten der befragten Reisenden waren in der Altersgruppe zwischen 25 und 54 Jahren.
Was die Unterbringung betrifft, so gingen 63 % in Hotels. Jeder vierte bevorzugte hingegen eine private Zimmervermietung. Abgenommen haben dieser Statistik zufolge die Reisen bzw. Unterbringungen mit „All Inclusive Paketen“: 2017 betraf das ein Viertel aller Reisenden; im Jahr zuvor soll es noch ein Drittel gewesen sein.
Die Umfrage-Teilnehmer zeigten sich mit der Gastfreundschaft der Einwohner, dem Service im Gastronomiebereich sowie der Sicherheit zufrieden. Eine Tendenz zu Verbesserungen zeichnet sich auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie im Bereich der Sauberkeit an den Stränden ab. Grund zum Ärger bietet offenbar noch immer die schlechte Wartung des Straßennetzes sowie die Sauberkeit auf den Straßen.
Was den Kauf von lokalen Agrarprodukten angeht, so werden von den ausländischen Besuchern Wein, Olivenöl und frischer Orangensaft bevorzugt. Es folgen Käse, Honig, Tsikoudia, Gemüse, aromatische und Heilpflanzen, Seife aus Olivenöl und Backwaren.
Sechs von zehn Reisenden aus dem Ausland besuchen archäologische Stätte, Museen und Kloster. Bevorzugt wird die archäologische Stätte von Knossos. Beliebtester Strand ist der von Elafonissos.
Im Schnitt verbrachten die befragten Touristen 10 Tage in Chania und der Umgebung bzw. der Region Westkreta. In diesem Zeitraum gaben sie pro Kopf durchschnittlich zwischen 650 und 800 Euro aus. Das sind 50 bis 100 Euro mehr als 2016. Ein Großteil dieses Geldes wurde in Tavernen und Cafés ausgegeben. (Griechenland Zeitung / eh)

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