Krise und Bürokratie zwingen Unternehmen in Griechenland auf die Knie

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Krise und Bürokratie zwingen Unternehmen in Griechenland auf die Knie

Im vergangenen Jahr haben in Thessaloniki 1.359 Betriebe geschlossen. Pro Tag gerechnet entspricht das 3,7 Unternehmen. Die Mehrheit – 1.031 – davon sind Einpersonengesellschaften.

Das geht aus Daten der Handwerkskammer Thessaloniki hervor, die den Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 16. Dezember 2014 berücksichtigen. Die meisten dieser Unternehmen (815) waren unrentabel. 11 Betriebe mussten Bankrott anmelden, und 322 Unternehmer haben in diesem Jahr ihre Betriebe geschlossen, weil die Besitzer in Rente gegangen sind. Zurückgegangen ist gleichzeitig die Zahl der Neugründungen von Unternehmen und zwar um 42,2 % innerhalb eines Jahres. In den vergangenen 12 Monaten wurden lediglich 380 Betriebe in Thessaloniki neu eröffnet; während es im Jahr 2013 noch 658 waren.
Nahezu parallel zu dieser Erhebung hat Anfang Dezember auch der Dachverband der Manufakturbetriebe, Handwerker und Händler (GSEVEE) eine landesweite Studie veröffentlicht. Demnach hat im Zeitraum zwischen 2008 und 2013 – also in jenen Jahren, als die Finanz- und Wirtschaftskrise in Griechenland besonders grassierte – eins von vier Unternehmen dicht gemacht. In Zahlen ausgedrückt sind das rund 230.000 Beriebe. Dadurch verloren 754.000 Menschen ihren Job. Zu den größten Problemen der griechischen Unternehmer zählen hohe Steuersätze, eine instabile Steuergesetzgebung, schwieriger Zugang zu Kapital, die Bürokratie und vor allem auch die durch die Krise deutlich reduzierte Kaufkraft der Kunden.
(Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)

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