„Selbstgeißelung“ des IWF im Falle Griechenlands

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„Selbstgeißelung“ des IWF im Falle Griechenlands

„Der Schnitzer mit den Schulden“. So lautet heute (29.7.) die Schlagzeile der größten Tageszeitung „Ta Nea“, die sich dabei auf einen Bericht des internen, jedoch unabhängigen Evaluierungsbüros des Internationalen Währungsfonds (IWF) bezieht. In dem heute veröffentlichten Report des so genannten Independent Evaluation Office (ΙΕΟ) werden Fehler von Seiten des IWF bezüglich seiner Beteiligung am ersten Rettungspaket für Griechenland im Jahre 2010 eingeräumt.

Im Mittelpunkt der IEO-Kritik steht dabei, dass der IWF an diesem Programm mitwirkte, obwohl er der Ansicht war, dass die griechischen Schulden nicht lebensfähig sind. Unter dem damaligen Chef der Organisation, Dominique Strauss-Kahn, hatte der Exekutivrat des IWF „den Entschluss genehmigt, Griechenland ausnahmsweise Zugang zu Finanzierungen zu ermöglichen (exceptional access financing), ohne zuvor auf eine vorsorgliche Umstrukturierung der Schulden hinzuarbeiten, auch wenn die öffentlichen Schulden Griechenlands mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit als nicht lebensfähig beurteilt wurden.“ Gleichzeitig wird der IWF jedoch vom IEO in Schutz genommen. Er hätte bei Griechenland eine Ausnahme gemacht, um ein Überspringen der Krise auf andere Länder zu vermeiden. (GZrs)

Bei diesem Text handelt es sich um einen Ausschnitt. Den gesamten Beitrag zu diesem Thema lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Griechenland Zeitung, die am 3. August erscheint.


Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt die jetzige IWF-Chefin Christine Lagarde während einer Sitzung der Eurogruppe gemeinsam mit dem griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos. Diese Aufnahme entstand am 11. Juli 2015 während der Verhandlungen über das Memorandum III, das mit weiteren Krediten für Griechenland verbunden ist.

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