Hafen von Thessaloniki geht zum Teil in deutsche Hand Tagesthema

Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im Mai 2015 während einer Protestkundgebung der Hafenarbeiter gegen die Privatisierung ihrer Arbeitsplätze. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im Mai 2015 während einer Protestkundgebung der Hafenarbeiter gegen die Privatisierung ihrer Arbeitsplätze.

Eine Investorengruppe erhielt am Montag den Zuschlag von 67 % der Aktien des Hafens von Thessaloniki (OLTh). Die Pachtzeit läuft bis 2051; dafür ist zunächst eine Summe von 231,9 Millionen Euro zu zahlen, weitere 180 Mio. werden in den kommenden Jahren fällig. Neuer Verwalter ist die Münchner „Deutsche Invest Equity Partners GmbH“ gemeinsam mit der „Terminal Link SAS“, die eine Tochtergesellschaft des französischen Schifffahrts- und Logistikunternehmens CMA ist.

Mit im Boot ist auch das griechische Unternehmen „Belterra Investments Ltd.“ Deren Hauptaktionär ist Ivan Savvidis, dem u. a. die Fußballmannschaft PAOK Thessaloniki gehört. Die drei Pächter haben sich dazu verpflichtet, in den kommenden sieben Jahren zahlreiche Investitionen im Hafen durchzuführen: Insgesamt sollen sich die tatsächlichen Übernahmekosten auf 1,1 Milliarden Euro belaufen. OLTh soll dadurch zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt auf dem Balkan ausgebaut werden. Der Umsatz des Hafens betrug im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres 21,16 Millionen Euro. Der Gewinn lag bei 5,54 Millionen Euro. Durch die vereinbarten Investitionen sollen vor allem auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Verwaltungsregion Makedonien-Thrakien, zu der auch Thessaloniki gehört, verzeichnet eine besonders hohe Arbeitslosigkeit; sie lag im Januar bei 24,6 %. – Um den Deal endgültig in trockene Tücher zu bringen, muss noch der Rechnungshof, Griechenlands höchstes Verwaltungsgericht, Grünes Licht geben. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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