„Letzter Akt des Dramas“: 15 Mrd. Euro für Griechenland Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Vorsitzenden des ESM Klaus Regling (l.) und den griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos Mitte Juni 2018. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Vorsitzenden des ESM Klaus Regling (l.) und den griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos Mitte Juni 2018.

Der europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) hat am Montag an Griechenland die letzte ausstehende Kreditrate des letzten Spar- und Reformprogramms (Memorandum) in Höhe von 15 Milliarden Euro ausgezahlt. Davon wird Athen 5,5 Milliarden für die Schuldentilgung einsetzen. Mit 9,5 Milliarden Euro werden die Kassenbestände ausgebaut.


Am 20. August wird offiziell das letzte Memorandum beendet, das Griechenland mit den internationalen Geldgebern nach dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2010 vereinbart hatte. Letztere werden jedoch nach wie vor die Spar- und Reformfortschritte Athens im Auge behalten.
Der Vorsitzende des ESM Klaus Regling hat am Montag festgestellt, dass es nun an Griechenland liege zu beweisen, dass es die bereits vereinbarten Reformen durchsetzen und tragfähige wirtschaftliche und finanzielle politische Entscheidungen treffen werde. Nur so könne Athen eine starke Wirtschaft aufbauen und neue Arbeitsplätze schaffen, sagte Regling.
Nach der Auszahlung der letzten Kreditrate verfügt Griechenland nun über ein finanzielles Polster von 24 Milliarden Euro. Diese können den Finanzierungsbedarf des Landes für die kommenden 22 Monate abdecken.  
Angesichts der Auszahlung der letzten Milliarden-Tranche stellten Regierungsmitglieder optimistisch fest, dass dies „der letzte Akt des Memorandums-Dramas“ gewesen sei. (Griechenland Zeitung / eh)


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