Griechenland liegt beim Thema Erneuerbare Energie weit vorn Tagesthema

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Griechenland erzeugt mehr umweltbewussten Strom als vermutlich viele gedacht hätten: 20 % der hier erzeugten Elektroenergie stammt aus Wind- bzw. Solarenergie. Damit liegt es auf Platz neun weltweit.

Dies geht aus einer aktuellen Studie des Netzwerkes für erneuerbare Energien des 21. Jahrhunderts „REN21“ mit Sitz in Paris hervor. Noch vor Griechenland liegen Länder wie Dänemark, Uruguay, Irland, Deutschland, Portugal und Spanien.

Top Solarenergie
Mit Photovoltaik-Anlagen werden in Griechenland und in Italien etwa 8,2 % der benötigten Energie erzeugt. Die größte Kapazität pro Kopf für thermische Solaranlagen haben wiederum Barbados, Österreich, Zypern, Israel und Griechenland.
Im Bereich Solarthermie liegen Deutschland, Griechenland, Polen, Spanien und Italien auf der Top-Fünf-Liste in Europa.
Während Hersteller von Solarkollektoren in Deutschland 2018 einen Umsatzrückgang verzeichnet haben, erlebten ähnliche Unternehmen in Griechenland, Polen und Spanien ein „starkes Jahr“.

Im Beispiel „Dimas“
Die Exporte Griechenlands in dieser Branche sind 2018 um 20 % gestiegen. Der Studie zufolge sind die griechischen Unternehmen konkurrenzfähig und qualitativ hochwertig. „REN21“ nennt als Beispiel den Solarenergieerzeuger „Dimas“ mit Sitz in der Argolis auf der Peloponnes. Dieser habe im vergangenen Jahr sein Produktionsvolumen um 13 % erhöht. Dies liege vor allem an der erhöhten Nachfrage aus dem Nahen Osten und neuen Märkten in Zentralamerika.

Weltweiter Verbrauch
„REN21“ zufolge stammt 26 % des weltweit erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Die Mitarbeiter des Netzwerkes betonen jedoch, dass der Strom entschlossenerer nachhaltig generiert werden müsse.
Zum Vergleich: Etwa 90 Länder weltweit produzieren mehr als 1 GW Elektrizität durch Wind- und Solaranlagen; 30 Staaten erzeugen mehr als 10 GW.
Städte wie Stockholm, Seattle, Nairobi (Kenia) und Daressalam (Tansania) verlassen sich zu 70 % auf erneuerbare Energiequellen. 50 weitere Städte auf der ganzen Welt haben sich das Ziel gesetzt, bei etwa der Hälfte der benötigten Energie für Elektrizität, Heizung und Transport auf alternative Quellen zurückzugreifen.

Der Schiffsverkehr
Aber auch der Schiffsverkehr spielt eine Rolle, dass Griechenland „REN21“ zufolge so gut abschneidet. Der Maritime Transport verbraucht etwa 10 % der globalen Energie. Diese Branche ist für etwa 2 % des CO2-Ausstoßes verantwortlich; mit 800 Millionen Tonnen pro Jahr ist sie die sechstgrößte Ursache für die vom Menschen verursachten Treibhausgase weltweit. 2018 hat die Eco Marine Power in Griechenland ein Schiff entwickelt, dass über ein automatisches Programm mit „Energiesegeln“ betrieben wird.
(Griechenland Zeitung / eh)

 

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