Reges Interesse an Flüssiggas-Anlage in Nordgriechenland Tagesthema

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Dieses Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im April 2011. Abgebildet ist eine Anlage der DEPA bei Igoumenitsa, gegen die es damals massive Proteste gab. Dieses Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im April 2011. Abgebildet ist eine Anlage der DEPA bei Igoumenitsa, gegen die es damals massive Proteste gab.

Bulgarien möchte einen Anteil von 20 Prozent an einem schwimmenden Flüssiggas-Terminal erwerben, das voraussichtlich Ende 2022 vor Alexandroupoli in Betrieb genommen werden soll. Dies erklärte der bulgarische Premierminister Bojko Borissow kürzlich bei einem Treffen mit Vertretern der US-Regierung.

Zuvor hatte auch die griechische Gasgesellschaft DEPA angekündigt, sich an dem Terminal beteiligen zu wollen. Auch sie zielt auf einen Kapitalanteil in Höhe von 20 % an der Firma Gastrade ab, die das Projekt leitet und die zum griechischen Energiekonzern Copelouzos gehört. In der Anlage, die sich den Plänen zufolge etwa zehn Kilometer vor Alexandroupoli befinden wird, soll für den Schiffstransport verflüssigtes Erdgas wieder in Gasform gebracht werden und über Unterseeleitungen ins griechische Festlandnetz eingespeist werden – als Lieferanten kommen vor allem die USA und Katar in Frage.

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Der Hafen von Alexandroupoli. Foto (© GZ / jh)

Vorgesehen ist auch eine Anbindung der Anlage an die geplante Pipeline zwischen Bulgarien und Griechenland. Während sich Bulgarien hiervon eine Alternative zur Versorgung mit russischem Erdgas verspricht, hofft Griechenland, mit dem Terminal eine bedeutendere Rolle auf dem Energiemarkt Südosteuropas spielen zu können. Das Engagement der DEPA muss allerdings noch von der griechischen Wettbewerbsbehörde genehmigt werden. (Griechenland Zeitung / jor)

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