Schlechte Prognosen der Stiftung für Wirtschafts- und Industrieforschung

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand in der Nähe des Omonia-Platzes in Athen. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand in der Nähe des Omonia-Platzes in Athen.

Die Situation der griechischen Wirtschaft verdüstert sich durch die Corona-Krise deutlich. Die renommierte griechische Stiftung für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOVE) sieht für das laufende Jahr eine Rezession in Höhe zwischen 5 bis 9 % voraus. Im Februar war IOVE noch von einem Wachstum zwischen 2,2 bis 2,5 % für das laufende Jahr ausgegangen.

Der aktuellen Einschätzung zufolge dürfte die Arbeitslosigkeit erneut auf Werte zwischen 19,3 und 21,1 % steigen. Im vergangenen Jahr lag sie bei 17,3 %.
IOVE prophezeit u. a. auch, dass der Ausbruch der Corona-Pandemie in Griechenland den privaten Konsum um bis zu 4 % reduzieren könnte; die Investitionen würden möglicherweise sogar um 17 % zurückgehen. Mit einem Plus sei hingegen in den Bereichen Gesundheit, Soziale Fürsorge, Online-Dienstleistungen sowie Lieferservice zu rechnen.
Mit Problemen konfrontiert sein könnten auch der Bankensektor sowie der Tourismus. Letzterer hatte im vergangenen Jahr etwa 18 Milliarden Euro an Einnahmen erzielt; 34 Millionen Menschen wählten 2019 Griechenland als Reiseziel aus. Damit sich der Tourismus auch nach der Corona-Krise gut entwickeln könne, müssten die Bereiche des Transports, der Kommunikation und der Gesundheit aufgewertet werden, schlägt IOVE vor. Außerdem müsse der Fremdenverkehr mit anderen Wirtschaftszweigen verbunden werden, so die Einschätzung der Experten. (Griechenland Zeitung / eh)

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