Mit der Werbekampagne „Turkaegean“ wollte die Türkei Urlauber an ihre Küsten locken – doch nun hat das EU-Markenamt die Bezeichnung auf Antrag Griechenlands endgültig gelöscht.
Hinter dem juristischen Streit verbirgt sich ein jahrzehntealter, tief verwurzelter Konflikt um Hoheitsrechte und Grenzen im Ägäischen Meer. Das US-Patent- und Markenamt lehnte übrigens den entsprechenden türkischen Registrierungsantrag schon 2022 ab.
Griechenland beantragte bereits 2023 die Löschung der von Ankara angestrebten Marke. Damit begann ein jahrelanger Rechtsstreit. Griechenland argumentierte, „Turkaegean“ sei irreführend und besitze keine rechtliche oder wirtschaftliche Grundlage. Im Januar 2025 erklärte das EUIPO die Marke für nichtig und entfernte sie aus dem EU-Register. Dagegen legte die Türkei Widerspruch ein. Ende Mai wies die EU-Behörde die Beschwerde Ankaras endgültig zurück. (Griechenland Zeitung)
Warum der Streit weit über das Markenrecht hinausreicht und welche Rolle die griechische Mythologie dabei spielt, lesen Sie in einem ausführlichen Beitrag von Gerd Höhler in der aktuellen Ausgabe der Griechenland Zeitung (GZ 1026), die am 24. Juni erschien. Infos und Bestellmöglichkeiten hier.