Premier ruft Firmen zur Solidarität auf Tagesthema

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Premier ruft Firmen zur Solidarität auf
Griechenland/Athen. Premierminister Kostas Karamanlis rief Griechenlands Unternehmen auf, sich in der laufenden Finanzkrise mit geringeren Gewinnen abzufinden und keine Entlassungen vorzunehmen. „Es ist an der Zeit für tatkräftige Solidarität", sagte er am heutigen Freitag in einer Parlamentsdebatte zum Stand der Wirtschaft. Die Wirtschaftskrise habe derzeit die oberste Priorität für seine Regierung, betonte der Premier. „Die Herausforderung ist, das Land ohne Schaden aus dem engen Pfad der internationalen Krise herauszuführen", betonte Karamanlis.
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Das Ziel der Regierung sei es, in diesem Jahr ein Wirtschaftwachstum von mehr als zwei Prozent zu erzielen. Diesem Zweck diene das Hilfspaket in Höhe von 28 Milliarden Euro zur Stärkung der Liquidität der Banken sowie des Wirtschaftssystems. Darüber hinaus sollen alle Anstrengungen  unternommen werden, um kleineren Firmen Zugang zu europäischen Fördergeldern zu verschaffen.
Die regierende Nea Dimokratia verzeichnet derzeit nach einer Reihe von Affären und unpopulären Steuererhöhungen ihre niedrigsten Popularitätswerte seit ihrem Machtantritt vor viereinhalb Jahren.
Jorgos Papandreou, Vorsitzender der oppositionellen sozialistischen PASOK, warf der Regierung „Inkompetenz" beim Management der Krise vor. Das Hilfspaket an die Banken werde nach undurchsichtigen Kriterien vergeben und gewährleiste nicht, dass sie die zusätzliche Liquidität in Form neuer, billiger Darlehen an die Unternehmen weitergeben werden. Papandreou verlangte außerdem einmalige Zuschüsse an Niedrigverdiener sowie die Wiedereinführung der steuerfreien Einkommensgrenze von 10.500 Euro für die Freiberufler. (GZhp)

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