Griechenland: EU-Solidarität mit Griechenland

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Belgien / Brüssel. Griechenland ist bereit, die notwendigen Reformen sowie sofortige institutionelle Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft umzusetzen. Das betonte der griechische Premierminister Jorgos Papandreou beim gestrigen EU-Gipfeltreffen in Brüssel. Athen erhielt auch Beistand von seinen Partnern. „Wir unterstützen Griechenland auf seinem Weg, aber es muss seinen Weg gehen“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).
U). Regierungsoberhäupter wie Nicolas Sarkozy, Gordon Brown und Bundeskanzlerin Angela Merkel, aber auch der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, äußerte sich solidarisch gegenüber Griechenland. Man mache sich Sorgen über die Finanznot, sei aber zuversichtlich, dass dieses Problem gelöst werde, sagte Merkel. Der Präsident der Eurogroup Jean-Claude Juncker stellte klar, dass Griechenland nicht von einem Staatsbankrott bedroht sei. Der schwedische EU-Ratsvorsitzende Frederik Reinfeldt bezeichnete die Verschuldung allerdings als ein hausgemachtes Problem, das nationale Lösungen erfordere.
Papandreou verwies in Brüssel seinerseits auf das große Potenzial Griechenlands, das bisher noch nicht genutzt worden sei – vor allem beim grünen Wachstum sowie im Tourismus. Dieses Potenzial erlaube es, von „optimistischen Perspektiven für die Zukunft Griechenlands“ zu sprechen, so der Premier. Er forderte die anderen EU-Regierungschefs zu einer engeren Kooperation auf, die von Solidarität geprägt sein müsse. Die neue griechische Regierung sei in der Lage, der Wirtschaft neuen Schwung zu geben, den öffentlichen Sektor zu modernisieren sowie chronische Probleme, wie die Korruption, zu bekämpfen, sagte Papandreou. (Griechenland Zeitung, dk)

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