Griechenland / Athen. Eine Klageschrift gegen Außenministerin Dora Bakojanni reichte am heutigen Freitag die Marfin Investment Group (MIG) ein. Das Unternehmen fordert von Bakojanni drei Millionen Euro Schadenersatz wegen angeblich „falscher Anschuldigungen“. MIG hatte kürzlich die bisher defizitäre Olympic Airlines vom griechischen Staat erworben. In den letzten Tagen war es zu Streitigkeiten zwischen dem inzwischen in Olympic Air umbenannten Flugunternehmen und der schon immer privaten Aegean Airlines gekommen.
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Ein Gericht in Piräus hat am Montag entschieden, dass das Schiffswrack des Kreuzfahrtschiffes „Sea Diamond“ geborgen werden muss. Die Reederei muss zudem dem griechischen Staat und der Gemeinde von Santorin 14 Millionen Euro Schadenersatz zahlen. Die örtliche Gemeinde fordert seit April 2013 Schadenersatz wegen der Herabstufung der Wasserqualität. Der griechische Staat fordert hingegen Schadenersatz wegen immateriellen Schadens, der ihm zugefügt worden war, nachdem die zuständige Reederei dem Staat vorgeworfen hatte, dass die Meereskarte vor Santorin Fehler aufweise, die zum Schiffsunglück geführt hätten. Die Reederei hat bereits angekündigt Einspruch gegen die jüngste Gerichtsentscheidung einzulegen.
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Inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise fordern ehemalige Parlamentarier der beiden Großparteien PASOK und Nea Dimokratia Schadenersatz in Höhe von insgesamt 210 Millionen Euro. Sie begründen das damit, dass ihre Abgeordnetendiäten nicht den Bezügen der Richter angeglichen wurden. Die vor allem in den letzten beiden Jahren eingereichten Klagen ehemaliger Parlamentarier auf Schadenersatz treten in diesen Tagen in eine neue juristische Phase: Die Verhandlungen stehen in den kommenden Tagen an. Als Kläger treten 117 Parlamentarier und ehemalige Parlamentarier auf. 52 von ihnen stammen aus den Reihen der sozialistischen PASOK und 62 aus der konservativen Nea Dimokratia (ND).
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