Ein kleines sommerliches Abenteuer erlebt der bekannte griechische Groß-Reeder Jannis Alafouzos. Das sogenannten „Zentrum für die Kontrolle reicher Steuerzahler“ hat das Einfrieren seiner persönlichen Bankkonten sowie anderer Vermögenswerte gefordert. Sein Name ist auf einer von 65 CD-Datenträgern gelistet; es handelt sich insgesamt um etwa eine Million griechischer Staatsbürger, die in den Jahren 2000 bis 2012 Transaktionen in Höhe von mehr als 300.000 Euro durchgeführt haben. Alafouzos gehört mit einem Transaktionsumfang von 50 Millionen Euro zu den Spitzenreitern. Der Fiskus will nun prüfen, ob ihm dieses Geld oder zumindest ein Teil davon entgangen sein könnte.

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Am Montag wurde im attischen Spata die Internationale Schifffahrtsausstellung „Posidonia“ eröffnet. Sie wird bis zum 10. Juni zu besichtigen sein. Beteiligt sind mehr als 1.800 Unternehmen aus 89 Ländern. Es werden bis zu 20.000 Gäste erwartet. Die meisten Aussteller stammen aus China, Japan und Korea. Erstmals mit einem Nationalen Kiosk sind Luxemburg und Georgien vertreten.    
Bei der Eröffnung ist auch der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras anwesend gewesen. In seiner Rede erklärte er: Die griechische Handelsschifffahrt habe es „mit einem Plan und einer Vision“ geschafft, sich vor der Finanz- und Wirtschaftskrise zu schützen. Die griechischen Reeder beschrieb er als „weltoffen, weitsichtig und innovativ“ bei Investitionen sowie bei der Entscheidungsfindung.

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Die Pläne der neuen Athener Regierung, die Reichen zusätzlich zu besteuern, macht den Reedern Sorgen. Sie bangen um die Beibehaltung des seit Jahrzehnten geltenden Steuerregimes, das im Wesentlichen die Tonnage der Schiffe mit einer sehr niedrigen Steuer belastet und nicht die Gewinne ihrer Management-Firmen.

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Der Vorsitzende der linken Oppositionspartei SYRIZA, Alexis Tsipras, kann möglicherweise auf die Unterstützung von Reedern zählen. Am Montag hat er sich eine Stunde lang mit Gianna Angelopoulou-Daskalaki beraten, die die Gattin eines einflussreichen griechischen Reeders ist. U.a. war die einstige Rechtsanwältin Präsidentin des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 2004.

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Griechenland / Piräus. Ein Staatsanwalt in Piräus leitete am Montag ein Verfahren gegen den Besitzer die Fährlinie GA Ferries, Gerassimos Agoudimos, ein. Letzterem wird vorgeworfen, seine Angestellten nicht bezahlt zu haben. Ein Gerichtstermin für die Anhörung wird in den nächsten Tagen festgelegt; gleichzeitig fordert die Justiz eine sofortige Lohnnachzahlung für die letzten drei Monate.  Der Verband PASENT, der die Angestellten in der Tourismusbranche und im Schifffahrtssektor vertritt, unterstützt derzeit einen Streik der Mitarbeiter von GA Ferries.
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