Höllenfahrt nach Skiathos (Teil 3)

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Foto © GZ Archiv/ Dunkle Wolken über Thessaloniki Foto © GZ Archiv/ Dunkle Wolken über Thessaloniki

Stromausfall bei strömenden Regen

Nach einer aufregenden Fahrt über den Loiblpass im Schneegestöber hat die Reisegruppe um die Autorin Suse Klein Jugoslawien hinter sich gelassen und ist endlich in Griechenland angekommen. Nach einer Pause in einer Taverne bei Thessaloniki soll es jetzt nach Volos weitergehen.


Nach dem Abendessen fuhr ich dann das Auto. Es regnete in Strömen und die Scheibenwischer wurden immer langsamer. Plötzlich fiel unser Licht aus. Zuerst folgte ich einem anderen Auto, doch dann fiel auch die Tankuhr aus und der Wagen tuckerte nur noch. Wir schafften es noch an den Straßenrand bevor der Strom komplett weg war. Alles war aus und wir kramten in der Dunkelheit nach Taschenlampen. Die erste, die zum Vorschein kam, funktionierte nicht. Totales Chaos! Doch Joseph fand noch eine kleine, die gerade so ihren Zweck tat. Allerdings bekamen wir das Auto beim besten Willen nicht wieder zum Laufen. Also mussten wir schließlich in unsere Schlafsäcke gewickelt in der kalten Dunkelheit abwarten. „Adieu, liebe Fähre!“, dachte ich. Wer wusste schon, was mit dem Auto los war? Auf einmal tauchte neben uns ein Polizeiauto auf. „Oh Gott, auch noch Polizei!“, rief Gunda. Doch entgegen ihrer Sorge, versuchten die beiden sehr gut aussehenden Polizisten sofort uns zu helfen und per Funk einen Abschleppwagen zu rufen. Als dies scheiterte, fuhren sie davon, um kurze Zeit später mit dem Abschleppwagen zurück zu kommen. Ein junger Mann sprang heraus und sprach mit uns in einwandfreiem Deutsch. Er hatte 13 Jahre lang in Hagen gelebt, wie er uns erzählte, während er am Auto rumhantierte. Wir tranken Glühwein und rauchten Zigaretten, bis der Wagen endlich wieder ansprang und wir um 4 Uhr morgens nach Volos weiterfahren konnten. Glücklicherweise hatten wir die Fähre noch nicht verpasst. Wir setzen uns zum Essen in eine Hafenkneipe, die noch geöffnet hatte und der Kellner sagte uns, dass die nächste Fähre nach Skiathos um 8 Uhr fahren würde. Also beschlossen wir, im Auto zu warten, deckten uns zu und schliefen noch ein wenig. Es regnete nach wie vor in Strömen. 


Im nächsten Teil unserer Reihe „Höllenfahrt nach Skiathos“ werden Sie erfahren, wie ein Unwetter den Reisenden einen Strich durch die Rechnung macht und alles auf den Kopf stellt.

 Hier geht es zum vorherigen Teil 2. und zum nächtsen Teil 4

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