Kultur- und Ausgehtipps für Athen und ganz Griechenland

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Ausstellung: „Jedes Ende ist ein Anfang“ – Retrospektive von Andreas AngelidakisATHEN. „Was wir den Anfang nennen, ist oft das Ende / Und aufzuhören bedeutet oft anzufangen. / Das Ende ist da, von wo aus wir dann endlich anfangen.“ Dem Sinn dieser Verse des Gedichts „Vier Quartette“ von T. S.
er Quartette“ von T. S. Eliot verschreibt sich das äußerst interessante und experimentelle Werk Andreas Angelidakis’, in dem das Internet als ein kritisches und poetisches (in der ursprünglichen Bedeutung beider Worte) Labor inter-künstlerischer Überschreitungen von konventioneller Gebäudearchitektur schließlich darauf hin benutzt wird, die Grenzen unseres vermessenen Zeitalters zu testen. Durch die damit verbundene virtuelle Erfahrung und durch das Spiel mit der sogenannten faction (engl. fact für Fakt und fiction für Fiktion) ändert sich die Rolle des Architekten. Wo vorher seine Künstleridentität war, gibt es auf einmal unzählige Aspekte und Wiedererscheinungen von jenem Selbst, das unterschiedlichste kulturelle Gebiete betritt – und so nach dem Ende des eigenen Ich einen (selbst-)schöpferischen Neuanfang wagt. Zu sehen ist diese originelle Ausstellung noch bis zum 7. September (dienstags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr, donnerstags von 11 bis 22 Uhr) im Nationalen Museum für zeitgenössische Kunst.     

Eintrittspreise: 3 € (normal), 1,50 € (ermäßigt), frei für Kinder unter 12 und Erwachsene über 65 Jahre sowie für Menschen mit Behinderung
Ort: Vassileos Georgiou Β 17-19/Rigillis
Infos: 210 9242111 3, www.emst.gr


Ausstellung: „Tabacco“ im Benaki-Museum
ATHEN.
Die Ausstellung „Tobacco" zeigt insbesondere orientalischen Tabak aus unterschiedlichen historischen Perspektiven und präsentiert ihn als facettenreiches kommerzielles Produkt. Vom noch wertlosen Gebrauch nach dem Aufspießen und dem ersten Stringieren der Blätter auf den Dorfplantagen, dem sogenannten „Tonga"-Prozess, d. h. dem Bündeln der Tabakblätter, bis hin zur Lagerung in Speicherhäusern im Norden Griechenlands und noch weiter zur komplizierten Weiterverarbeitung zu Zigaretten und deren Abpacken schließlich – nichts bleibt dem geneigten Auge angesichts dieses bedeutenden Teils der Landesgeschichte, der Geschichte des Tabaks, verborgen. Geöffnet noch bis zum 31. August, mittwochs und freitags jeweils von 9 bis 17 Uhr, donnerstags und samstags jeweils von 9 bis 24 Uhr, sonntags von 9 bis 15 Uhr.

Eintrittspreise: 5 € (regulär), 3 € (ermäßigt)
Ort: Koumbari 1
Infos: 210 3671000, www.benaki.gr


Ausstellung: Tempus Ritualis
THESSALONIKI.
Die Ausstellung „Tempus Ritualis“ kombiniert zwei gegensätzliche Begriffe miteinander: Während das Wort „Tempus“ auf die aktuelle Zeit, einen Moment im Jetzt, verweist, können Rituale erst durch eine kontinuierliche Wiederholung spezifischer kultureller Vorgehensweisen entstehen und sind demnach in der Vergangenheit begründet. „Tempus Ritualis“ möchte mithilfe künstlerischer Methoden neue rituelle Formen in the making (dt. im Entstehen) erforschen und präsentieren. In der Kombination dieser beiden Begriffe zeigt sich eine Neugier für das Wesen des Gegenwärtigen und seiner Möglichkeit, neue Kontinuitäten herzustellen: Wodurch ist unsere Zeit charakterisiert und welche gemeinschaftsstiftenden Rituale bilden sich in Zeiten der Krise heraus? Die von dem dortigen Goethe-Institut betreute Ausstellung läuft seit letzter Woche und ist noch bis zum 31. August zu sehen, geöffnet von Dienstag bis Samstag 10 bis 18 Uhr.
Eintrittspreise: 5 € (normal), 3 € (ermäßigt)
Ort: Zentrum für Zeitgenössische Kunst Thessaloniki (ZZKT), Lagerhalle B1, Hafen
Infos: 2310 889610,

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