Erste Straßenblockaden: Griechenlands Bauern machen Ernst Tagesthema

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Erste Straßenblockaden: Griechenlands Bauern machen Ernst

Die Landwirte in Griechenland machen Ernst. Seit Montag sperren Mitglieder von Bauernverbänden aus Ägialia im Norden der Peloponnes mit ihren Traktoren täglich für jeweils zwei Stunden die Nationalstraße, die Athen mit der Hafenstadt Patras verbindet. Auf der Nationalstraße zwischen Patras und Pyrgos im Westen der Peloponnes haben sie ihre Traktoren hingegen zunächst noch am Straßenrand geparkt. Damit wollen sie in erster Linie Präsenz zeigen und gleichzeitig abwarten, wie viele Landwirte letztlich bereit sind, sich an weiteren Protestaktionen zu beteiligen.


Auch in anderen Landesteilen machten Bauern mobil: u.a. auf den Inseln Kreta und Zakynthos. Landwirte aus Serres in Nordgriechenland schließen nicht aus, den Grenzübergang zu Bulgarien zu blockieren, was nicht zuletzt für Probleme beim internationalen Güterverkehr sorgen würde.
Am morgigen Donnerstag soll eine weitere Straßenblockade am Knotenpunkt von Nikäa in Thessalien (Mittelgriechenland) errichtet werden. Je nach Beteiligung soll dann entschieden werden, ob die Aktion verschärft wird.
Alternativ ziehen die Organisatoren in Betracht, sich mit dem Minister für Agrarentwicklung Vangelis Apostolou zu treffen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ihr Protest richtet sich in erster Linie gegen die Erhöhung der Steuern auf die erwirtschafteten Einnahmen sowie gegen die vorgesehene Verdreifachung ihrer Abgaben an die für die Branche zuständige Versicherungskasse OGA.
Solidarität mit den Landwirten hat die Dachgewerkschaft Öffentlicher Dienst (ADEDY) bekundet. Die kommunistische PAME rief bereits andere Gewerkschaften dazu auf, die Demos der Bauern handfest zu unterstützen. (Griechenland Zeitung / eh; Foto: © Eurokinissi)

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