Verhaftungen wegen Beschädigung eines Denkmals für ermordete Juden

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand am 29. Januar 2017 in Thessaloniki anlässlich des Tages der Erinnerung an die griechischen Juden, die dem Holocaust zum Opfer fielen. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand am 29. Januar 2017 in Thessaloniki anlässlich des Tages der Erinnerung an die griechischen Juden, die dem Holocaust zum Opfer fielen.

In der nordgriechischen Stadt Kavala wurden vier Personen festgenommen, denen vorgeworfen wird, ein Denkmal für im II. Weltkrieg ermordete Juden schwer beschädigt zu haben.

Es handelt sich bei den Tätern um griechische Staatsbürger im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Sie hatten am 30. März dieses Jahres einen großen Teil des Marmors, aus dem das Denkmal errichtet wurde, mit Werkzeugen zerstört. Während der deutschen Besatzungszeit (1941-1944) waren 1.484 griechische Juden, die damals in Kavala lebten, deportiert und schließlich im Vernichtungslager Treblinka in Polen ermordet worden. Das an sie erinnernde Denkmal war im Mai 2015 eingeweiht worden. Bereits kurz nach seiner Einweihung hatte es bisher unbekannte Täter mit Farben beschmiert.
Die deutschen Besatzer ermordeten während des II. Weltkrieges mindestens 58.885 griechische Juden, der Großteil von ihnen stammte aus Thessaloniki; siehe auch unser Foto und Bildtext. (Griechenland Zeitung/eh)  



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