Schulbesetzungen: Fehlende Lehrer und Unterricht in Wohncontainern Tagesthema

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Schulbesetzungen: Fehlende Lehrer und Unterricht in Wohncontainern

In einigen Schulen in Heraklion und Rethymnon auf Kreta sowie in der nordgriechischen Metropole Thessaloniki halten Schüler ihre Schulen besetzt.

Sie protestieren u. a. dagegen, dass die Ausstattung bzw. die Infrastruktur der Schulgebäude ungenügend ist. In Thessaloniki etwa wurde der Unterricht des 5. Lyzeums provisorisch in Wohncontainer verlegt. Außerdem machen die Schulbesetzer darauf aufmerksam, dass in abgelegenen Regionen des Landes noch immer viele Lehrstellen unbesetzt sind. In einer Schule in Heraklion etwa kann aus diesem Grund kein Unterricht in Mathematik, Biologie, Chemie und Wirtschaft stattfinden. Der Grund: Es gibt dafür keine Lehrer. In einer anderen Schule, die sich im Raum Rethymnon befindet, sind die entsandten Ersatzlehrer von ihrem Posten zurückgetreten, weil sie zu halbwegs erschwinglichen Preisen keine Wohnung finden konnten. Besetzt wurde am Montag auch die Berufsschule von Tinos. Damit wollen die Besetzer auf Mängel im Schulbetrieb aufmerksam machen. Schulbesetzungen haben in Griechenland ein gewisse Tradition: Auch der jetzige Ministerpräsident Alexis Tsipras vom Bündnis der Radikalen Linken begann seine politische Karriere als Schulbesetzer. (Griechenland Zeitung / eh; Archivfoto: © Eurokinissi) 

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