Solidaritäts-Kundgebung für die Haftentlassung einer Studentin

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand bei der Solidaritäts-Kundgebung am Donnerstagabend vor dem Parlament in Athen. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand bei der Solidaritäts-Kundgebung am Donnerstagabend vor dem Parlament in Athen.

Am Donnerstag haben Mitglieder und Sympathisanten von außerparlamentarischen linken Gruppierungen eine Demonstration im Athener Zentrum durchgeführt. Treffpunkt war das zentrale Gebäude der Athener Universität an der Panepistimiou Straße. Es folgte ein Protestmarsch bis vor das Parlament. Das zentrale Motto lautete: „Finger weg von unseren Leben.“ 

Gedacht war die Kundgebung als Solidaritätsbeweis für die 29jährige Studentin Irianna B.L. und ihren 33jährigen Freund namens Periklis Β. Vorgeworfen wird ihnen Mitgliedschaft bei der Terrorgruppe „Verschwörung der Feuerzellen“. Im vergangenen Juni hatte ein Gericht die beiden jeweils zu 13 Jahren Haft verurteilt. Vor allem der Fall der Studentin Irianna wird in Griechenland heftig diskutiert und sorgte für Schlagzeilen. Das Beweismaterial gegen die junge Frau besteht aus DNA-Spuren, die auf einer Waffe sichergestellt worden sind. Die Art und Weise, in der diese in die Hände der Ordnungshüter gelangte, ist nach Darstellungen von Kritikern äußerst umstritten. Auch seien die Spuren des Beweismaterials derartig gering, dass keine zweite Untersuchung durchgeführt werden konnte. Am 21. März soll ein Berufungsgericht zum dritten Mal über eine Einstellung der Strafvollstreckung entscheiden. Am Donnerstagmittag sind ihn Thessaloniki etwa zehn Personen aus dem autonomen Lager in die Büros der Regierungspartei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) eingedrungen. Sie haben Flugblätter auf den Boden geworfen und aus dem Fenster des dritten Stockwerks ein Transparent gehängt.Zunächst wurden sie festgenommen und auf ein Polizeirevier gebracht. Anschließend entließ man sie in die Freiheit. Sie gaben zu Protokoll, dass sie mit ihrer Aktion ihren Unmut für die Inhaftierung von Irianna und Periklis ausdrücken wollten. 

(Griechenland Zeitung / eh)  

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