Süßer Braunbärenbesuch in nordgriechischem Dorf

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Süßer Braunbärenbesuch in nordgriechischem Dorf

Eine Bärenmutter hat gemeinsam mit ihren zwei Jungen in dieser Woche im Dorf Drosopigi in der nordgriechischen Region Florina Zuflucht im Hof eines verlassenen Hauses gesucht und gefunden.
Hier hat sie sich offenbar vor Bären-Männchen, die eventuell ihren beiden Jungen Schaden zufügen könnten, in Sicherheit gefühlt. Zudem gab es auf den Obstbäumen des verlassenen Hauses genügend Nahrung für die kleine Familie.


Sobald die Bewohner des Ortes die Anwesenheit der Bärenfamilie registriert hatten, wurden die Behörden sowie dafür zuständige Tierschutzorganisationen informiert. Die drei Braunbären wurden daraufhin in die Wildnis zurückgetrieben. Das Weibchen wurde auf ein Alter zwischen 7 und 10 Jahren geschätzt. Ihre beiden Jungen dürften vermutlich erst dieses Jahr zur Welt gekommen sein.
Begegnungen zwischen Mensch und Tier kommen in einigen Regionen Nordgriechenlands häufiger vor. Zwischen dem 25. April und dem 18. Mai etwa haben Mitarbeiter der Umweltorganisation „Callisto“ vier männliche Braunbären mit Satelliten-Funksystemen versehen. Es handelt sich um die Bären Liakos, Mousatos, Markos und Ivo. Sie sind zwischen 220 und 280 Kilo schwer.
Die implantierten Sender sollen dazu dienen, die Gewohnheiten der wilden Bären in Griechenland zu untersuchen. So können die Tierschützer erfahren, wo und wie oft sie sich in gewissen Gegenden aufhalten. Daraus können dann Schlussfolgerungen für den Grund des Aufenthaltes gezogen werden. Dies soll dazu dienen, dass unerfreuliche Begegnungen zwischen Mensch und Bär vermieden werden. Dazu zählen Besuche von Bären in bewohnten Dörfern, aber auch Autounfälle in die wilde Braunbären involviert sind. In den vergangenen neun Monaten haben sich vier Autounfälle ereignet, denen Bären zum Opfer gefallen sind.    
In Griechenland werden etwa 500 wildlebende Braunbären vermutet. Sie leben im Pindos Gebirge, sowie in den Rhodopen. (Griechenland Zeitung / eh; Archivfoto: © Eurokinissi)

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