Migrations- und Flüchtlingsfrage: knapp 10.000 Repatriierungen seit Jahresbeginn

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Anfang dieser Woche wurden vom Hafen von Mytilini in der östlichen Ägäis aus 104 Personen, die einen Antrag auf Asyl gestellt haben, nach Piräus gebracht. Von hier aus sollen sie in ein Auffanglager in Nordgriechenland gelangen.

Dort werden sie solange verbleiben, bis ihr Antrag auf Asyl vollkommen überprüft worden ist. Sollen sie ein Anrecht auf internationalen Schutz haben, werden sie in einem anderen Land innerhalb der EU untergebracht. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, werden sie entweder zurück in ihre Heimatländer repatriiert oder zurück an die türkische Küste gebracht, von wo aus sie im Normallfall nach Mytilini (Lesbos) gelangt sind. Bei den 104 Personen handelt es sich um Bürger verschiedener Nationalitäten: in der Regel um Familien mit Kleinkindern oder andere besonders gefährdete soziale Gruppierungen.
Ein nächstes Schiff, das Asylsuchende auf das griechische Festland bringen soll, soll von Mytilini aus am 15. Oktober in See stechen.
Unterdessen hat die griechische Polizei bekanntgegeben, dass im September 966 Ausländer repatriiert worden sind, die ohne gültige Reispapiere nach Griechenland gekommen sind und keinen Anspruch auf Asyl hatten. Die meisten dieser Personen (486) wurden nach Albanien gebracht. Es folgen der Irak, Georgien, Pakistan, Iran, die Türkei und Algerien. Zwölf Personen wurden nach Syrien repatriiert. Seit Anfang des Jahres haben die griechischen Behörden 9.831 Menschen zurück in ihre Heimat geführt, die kein Aufenthaltsrecht in Griechenland bzw. der EU erhalten hatten.
Immigrationsminister Dimitris Vitsas stellte fest, dass sich seit Anfang des Jahres die Zahl der Immigranten und Asylsuchenden, die ohne Reisegenehmigung nach Griechenland gekommen sind, im Vergleich zu 2017, verdoppelt habe. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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