Mordanschlag auf Herausgeber und Journalisten bei Athen

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Journalisten Stefanos Chios. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Journalisten Stefanos Chios.

In der Nacht von Sonntag auf Montag (26./27.7.) wurde auf den Journalisten, Medienbesitzer und Zeitungsherausgeber Stefanos Chios ein Mordanschlag verübt. Er wurde schwer verletzt in ein Athener Krankenhaus eingeliefert.

Zwei Täter hatten ihm vor seinem Haus im Athener Vorort Vrilissia aufgelauert, zwei Kugeln trafen das Opfer in Hals und Brust. Sein gesundheitlicher Zustand sei stabil, teilten die Ärzte mit.
Chios moderiert u. a. eine Nachrichten-Sendung im Internet und ist Herausgeber der Zeitung „Makelio“. Wegen rechtsextremer Inhalte und der Verbreitung von Fake-News war Chios wiederholt in die Kritik geraten. Über seine Medien hatte er vor allem rassistische, homophobe, antisemitische und antikommunistische Inhalte verbreitet. Er wurde u. a. wegen Verleumdung zu Freiheitsstrafen verurteilt. In anderen Fällen hatte er sich durch Flucht dem sofortigen Zugriff der Justiz entzogen und dadurch drohende Schnellverfahren vermieden. Kritisiert worden war die Berichterstattung von Chios wiederholt vom Athener Journalistenverband ESIEA.
Mitarbeiter des Verlegers teilten nach dem Anschlag mit, dass Chios kürzlich einen Antrag auf Personenschutz gestellt haben soll, dem nicht stattgegeben worden sei. Über die möglichen Motive der Tat herrscht noch Unklarheit; die Polizei nahm die Ermittlungen auf. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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