Keine Entspannung an der Corona-Front

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Gesundheitsminister Vassilis Kikilias im Parlament. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Gesundheitsminister Vassilis Kikilias im Parlament.

Die Corona-Situation in Griechenland zeigt keine Anzeichen von Entspannung. Am gestrigen Donnerstag (17.9.) wurden 359 Menschen positiv auf das Virus getestet, zum dritten Mal in Folge liegt die Zahl nun über der 300er-Marke. Vor allem Attika bleibt der „Brandherd“ des Landes. In dieser Region, die halb Griechenland beherbergt, wurden 212 der Infektionen festgestellt.

Insbesondere die Zahl der Menschen, die aufgrund ihrer Infektion künstlich beatmet werden müssen, bereitet den Gesundheitsbehörden und den Krankenhäusern Sorgen. In Attika werden 40 weitere Intensivbetten für Corona-Erkrankte bereitgestellt, kündigte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Donnerstag an. Gegenwärtig werden 69 Menschen auf Intensivstationen und mittels Intubation behandelt. Premierminister Kyriakos Mitsotakis beruhigte jedoch und betonte heute (18.9.), dass der Druck auf das Gesundheitssystem „noch nicht zu hoch“ sei.

Wegen der konstant hohen Infektionsfälle kann ein weiterer, zumindest partieller Lockdown, der dann womöglich nur ein paar Tage andauern soll, nicht ausgeschlossen werden. „Wir werden alle nötigen Maßnahmen ergreifen“, ließ Regierungssprecher Stelios Petsas am Donnerstag verlauten. Die kommenden Monate würden „schwierig“ werden. Er appellierte erneut an die Bevölkerung, allen Bestimmungen gegen eine Ausbreitung des Virus Folge zu leisten.

Die Behörden mussten unterdessen gestern neun weitere Todesfälle verzeichnen. Die Gesamtanzahl der an oder mit Corona verstorbenen Menschen beläuft sich nun auf 325. Das Durchschnittsalter der Opfer liegt bei 78 Jahren. 96,6 Prozent litten bereits unter einer Vorerkrankung oder waren älter als 70 Jahre. (Griechenland Zeitung / em)

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