Eine 16-jährige deutsche Staatsbürgerin, die seit dem 8. Januar in Griechenland vermisst wird, hat sich bisher weder bei der Polizei noch bei ihrer Familie gemeldet.
Am Morgen ihres Verschwindens machte sie sich auf den Weg zu ihrer Schule in Rion bei Patras, kehrte jedoch nicht nach Hause zurück.
Den aktuellen Erkenntnissen zufolge ist sie in ein Taxi gestiegen und nach Athen gefahren. Bestätigt wurde das von einem Taxifahrer; er habe so gut wie nicht mit dem Mädchen gesprochen, da ihr Griechisch sehr rudimentär gewesen sei. Zuvor soll die Jugendliche sämtliche Besitztümer, u. a. Kleidungsstücke und Schmuck, verkauft haben, um Bargeld zu bekommen. Auch ihr Handy habe sie verkauft. Käufer war ein 58-jähriger Mann, der das Gerät für seine Tochter erwerben wollte. Dieser hatte sich bei der Polizei gemeldet, nachdem er als Hauptverdächtiger für das Verschwinden der 16-Jährigen galt.
Vor ihrem Verschwinden hatte das Mädchen alle ihre Nutzerkonten in den sozialen Medien gelöscht. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen gilt ihr Verschwinden als geplant. Das Motiv für ihr Verschwinden ist bislang unbekannt. Nachdem es anfänglich in Athen noch Hinweise aus Überwachungskameras für ihre Ankunft dort gab, haben sich die Spuren inzwischen verloren. (Griechenland Zeitung / eh)